25:28 – Fritzlars Abwehr in Oyten ohne Zugriff

Oyten – Rückschlag für Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar: Mit 25:28 (13:14) unterlag das Team von Trainer Lazar Constantin Cojocar beim Tabellenvierten TV Oyten. Und kann nun nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden.

Esther Meyfarth© Pressebilder Hahn

Normalerweise ist die Defensive die große Stärke der Domstädterinnen. Diesmal stach dieser Trumpf nicht. „Wir haben viel zu viele Gegentore kassiert“, ärgerte sich SVG-Coach Cojocar. Da nutzte es auch nichts, dass Oytens starke Rechtsaußen Lisa Bormann-Rajes krankheitsbedingt gar nicht erst mit wirken konnte. Im Rückraum der Niedersachsen sprangen Jana Kokot, Spielmacherin Denise Engelke und Wiebke Meyer in die Bresche. Allein 23 der 28 Treffer der Gastgeberinnen gingen auf das Konto des Trios. Auch die Umstellung von der 6:0-Formation auf eine 5:1-Variante in der Abwehr griff nicht.

Dabei war die Germania vielversprechend in die Partie gestartet und hatte sich nach dem 3:3 (8.) zu Beginn über 5:3 (12.) und 9:6 (17.) bis zum 12:9 (23.) durch Xenia Ahrend sogar eine Führung herausgespielt.

Dann aber fand der TVO besser in die Partie. Beim 13:13 (27.) hatte Regisseurin Engelke ausgeglichen, Kokot besorgte wenig später die 14:13-Pausenführung. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und uns zu viele Fehlwürfe geleistet“, monierte Cojocar.

Bis 25:25 für Gäste alles drin

Trotzdem. Die Partie blieb lange offen. Weiter als auf 20:18 (42.) konnte sich der Tabellenvierte nicht absetzen, wobei auch eine enge Deckung für Esther Meyfarth die Gäste nicht aus dem Konzept brachte.

Nachdem Bibiana Huck (23:23, 52.) und Ahrend (25:25, 57.) ausgeglichen hatten, schien sogar die Wende möglich – die technische Fehler und Fehlwürfe verhinderten. Zudem waren die Domstädterinnen nach einer Zeitstrafe gegen Luisa Krüger in den Schlussminuten in der Unterzahl. Das nutzte der Gastgeber clever aus – und sorgte mit drei Toren in Folge für den 28:25-Endstand. Ein für „Lucky“ Cojocar höchst ärgerlicher Rückschlag im Titelkampf: „Statt über die Meisterschaft zu reden müssen wir unsere eigene Leistung wieder verbessern.“

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn