28 Tore reichten nicht – SVG Fritzlar nach Niederlage aus dem Titelrennen

Unterlag mit Fritzlar: Torfrau Lea Gürbig. Foto: Hahn

Makranstädt. Das Thema Meisterschaft in der 3. Handball-Liga Ost hat sich für den SV Germania Fritzlar erledigt.

Im Verfolgerduell beim SC Markranstädt unterlagen die Domstädterinnen trotz einer starken Angriffsleistung mit 28:31 (16:18). Damit ist die Germania auf den vierten Platz mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda zurückgefallen.

„Es war viel Tempo im Spiel und wir haben vieles von dem umgesetzt, was wir uns im Training erarbeitet hatten. Leider haben wir einige technische Fehler zu viel gemacht“, sagte Lorena Lorenz, die den verhinderten Trainer Lucky Cojocar vertrat. Ebenso musste kurzfristig Lena Kerwin passen. Dafür waren die zuvor erkrankten Rückraumspielerinnen Esther Meyfarth und Maria Kiwa an Bord.

Aufbauend auf die sichere Torfrau Lea Gürbig, die 60 Minuten auf sich allein gestellt war, fanden die Gäste gut ins Spiel. „Wir haben uns gegen die offensive Abwehr des Gegners gut bewegt“, lobte Lorenz. Bibiana Huck per Siebenmeter, Spielmacherin Meyfarth und Lena Dietrich per Doppelschlag sorgten für eine 4:2-Führung (6.). Dabei wussten die Außen Dietrich und Huck mit Einläufern zu überzeugen. Und weil auch Kreisläuferin Hannah Puntschuh kluge Sperren zeigte, hatten die Rückraumspielerinnen Meyfarth, Vilte Duknauskaite (halblinks) und Melina Horn immer wieder Räume, die sie konsequent ausnutzen konnten. Mit der Folge, dass Fritzlar bis zum 13:11 (18.) vorn lag. Dann stellten die Piranhas auf eine 6:0-Deckung um, was den Gästen nicht schmeckte. Zudem rückte Sarah Laneus für die erfahrene Mikszto zwischen die Pfosten und hinterließ einen starken Auftritt.

Noch besser war nur die erst 18-jährige Kreisläuferin Michelle Paluskiewicz, die selbst sechs Tore erzielte, und viele Treffer der Rückraumspielerinnen Jasmin Helen Müller (7/2-Treffer), Jenice Funke (8) und Lena Smolik (6) klug auflegte. Über 18:16 (30.) und 23:19 (41.) zog das Team von Trainer Torsten Löther auf 25:20 (44.) davon.

Fritzlar bewies Moral, holte auf und kam durch die formstarke Duknauskaite zum 27:27-Ausgleich (56.). „Dann haben wir leider zwei, drei Freie liegengelassen und Markranstädt hat sich den Sieg verdient“, gab Lorenz nach dem torreichsten Spiel der Germania in dieser Serie fair zu. Seit dem 6. November 2016 (23:33 bei der SG 09 Kirchhof) haben die Domstädterinnen nicht mehr so viele Gegentreffer kassiert.

Fritzlar: Gürbig – Dietrich 2, Holeczy, Huck 8/4, Ahrend 2, Puntschuh 1, Horn 3, Meyfarth 5, Duknauskaite 4, Dreyer 1, Kiwa 2.

SR: Borchardt/Grude. Zuschauer: 160. Siebenmeter: 2/2:4/4. Zeitstrafen: 14:10 Minuten. (sbs)

hna.de // 25.03.2018 // Sebastian Schmidt // Foto: Hahn