3. Liga Frauen: Hohe Hürde für Germania Fritzlar gegen Oyten

Fritzlar. Der SV Germania Fritzlar brennt auf sein ersten Saisonheimspiel gegen den TV Oyten (So. 17 Uhr), der für den heimischen Handball-Drittligisten durchaus eine hohe Hürde darstellt.

Auf und davon: Auf die Tempogegenstoß-Qualitäten der Linksaußen Lena Dietrich baut Fritzlar auch gegen Oyten.© Pressebilder Hahn

„Wir sind richtig heiß“, sagt Lazar Constantin Cojocar, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Kein Wunder, vier Wochen nach dem Saisonstart in der 3. Liga West brennen die Domstädterinnen darauf, die starke Form der vergangenen Partien im ersten Heimspiel der Saison gegen den TV Oyten (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) zu bestätigen.

Dabei erwartet die Gastgeberinnen, die auf Anna Holeczy (beruflich verhindert) verzichten müssen, ein unangenehmer Gegner. „Das ist eine echt gute Mannschaft“, sagt SVG-Coach Cojocar über den Tabellenneunten. Denn die Gäste um Trainer Jörg Leyens verfügen über einige höherklassig erfahrene Spielerinnen, allen voran Rechtsaußen Lisa Bormann-Rajes. Die 28-Jährige spielte einst für die HSG Blomberg-Lippe in der Bundesliga und besitzt auch internationale Erfahrung. Die Linkshänderin nicht nur im Positionsangriff stark, sondern strahlt auch als Gegenstoßspezialistin große Torgefahr aus.

Daneben ist vor allem auf Kreisläuferin Jana Kokut, die mit Borussia Dortmund einst in der 2. Liga spielte, und die starke Spielmacherin Denise Engelke zu achten. „Sie ist sehr spielstark und hat eine gute Übersicht“, warnt Cojocar vor der Regisseurin. Alle drei Akteurinnen gehörten zum Kader des TVO, der 2017 Meister der Nord-Staffel wurde. Ebenso wie Torhüterin Romina Kahler, die zusammen mit der 35-fachen US-amerikanischen Nationaltorhüterin Bryana Newbern ein starkes Gespann bildet.

Angesichts dieses Personals sieht TVO-Trainer Leyens seine Mannschaft „als ein Team, das die Favoriten jagen will.“ Fritzlar hingegen will sich auf die eigenen Stärken besinnen, also auf die zuletzt herausragende 6:0-Abwehr, die Bälle gewinnen soll und aus der heraus die flinken Außen Lena Dietrich und Bibiana Huck schnell umschalten und einfache Tore aus dem Gegenstoß erzielen sollen.

Im Positionsangriff erwartet die Germania „eine sehr mobile und kompakte 6:0-Abwehr“ (Cojocar). Da heißt es für Vilte Duknauskaite, Melina Horn und Esther Meyfarth mit Mut in die Nahtstellen zu stoßen und Räume zu schaffen. Um nicht nur den ersten Heimsieg einzufahren, sondern auch die Tabellenführung zu verteidigen.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn