3. Liga: Hohe Hürde für SV Germania Fritzlar in Solingen

Fritzlar/Solingen. Nein, den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar bleibt in der 3. Liga West nur wenig Zeit zur Akklimatisierung. Bereits am zweiten Spieltag trifft das Team von Trainer Lazar Constantin Cojocar mit dem HSV Solingen/Gräfrath (Sa. 19 Uhr) auf einen der Favoriten auf die Meisterschaft.

Mit Vollgas beim Favoriten: SVG-Rückraumspielerin Melina Horn.   © Pressebilder Hahn

Das letzte Duell beider Teams liegt schon einige Zeit zurück. Im April 2014 behielt die Germania mit 35:33 die Oberhand – mit dabei waren damals schon die Fritzlarerinnen Vanessa Maier, Bibiana Huck, Janina Dreyer und Esther Meyfarth. Im Kader der Solingerinnen steht hingegen keine der damaligen Spielerinnen mehr. Nur Steffi Bergmann ist noch für den Verein tätig – abseits des Parketts als Sportliche Leiterin. Turbulente Tage liegen hinter den Gastgeberinnen, denn vor wenigen Tagen kündigte Trainerin Nicole Münch aus „beruflichen und gesundheitlichen Gründen“ ihren Vertrag beim HSV.

Bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist, wird die 35-Jährige das Team aber weiter betreuen. Mit fünf Neuzugängen hat sich der Vorjahresdritte verstärkt. Manon Vernay (Altlandsberg), Mandy Reinarz, Lina Klinnert (beide Beyeröhde), Amelie Polutta (Überruhr) und Vanessa Brandt (Dortmund II).

Starke Rückraumachse

Dabei ragen vor allem Reinarz und die 18-jährige Junioren-Nationalspielerin Brandt, die zusammen mit Sandra Münch die Rückraumachse bilden, heraus. „Der Rückraum ist ihr Prunkstück, aber sie sind auch in der Breite sehr ausgeglichen besetzt“, sagt Fritzlars Teammanager Steffen Schmude.

So ist auch auf Außen Franziska Penz und die starke Linkshänderin Leonie Heinrichs zu achten. „Sie sind ziemlich schnell und gehen ein ordentliches Tempo“, sagt SVG-Torjägerin Melina Horn. Zudem muss die Germania im Angriff hellwach sein: „Solingen spielt eine aggressive 6:0-Deckung und spekuliert viel, um Bälle abzufangen“, warnt die Linkshänderin.

Die Gäste müssen sich vor allem beim Torabschluss steigern und „in der Abwehr noch eine Schippe darauflegen“ (Horn). Mit einem guten Rückzugsverhalten will die SVG-Defensive zudem die starke erste und zweite Welle der Gäste ausschalten. Bange machen jedoch gilt nicht. „Wenn wir Vollgas geben, ist dort etwas für uns drin“, sagt Horn.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn