3. Liga Ost Frauen: Germania Fritzlar siegt sicher in Mainz

Melina Horn © Hahn

Mainz. So was hat ein Trainer gern. „Zweimal im Laufe einer Saison gegen die gleiche Mannschaft verlieren geht nicht“, hatte Constantin Cojocar, Trainer des SV Germania Fritzlar seinen Schützlingen vor der Auswärtspartie bei der SG TSG/DJK Mainz-Brezenheim eingeschärft.

Und damit unverblümt eine Revanche für die 20:22-Hinspielniederlage gefordert. Er sollte sie bekommen. Mit 28:22 (14:11) triumphierte der heimische Handball-Drittligist und hatte sich damit ein dickes Kompliment ihres Coaches verdient: „Die Mannschaft hat begriffen, um was es ging. So stelle ich mir Handball vor.“

Besonders zufrieden war der „Chef“ mit dem Spiel seiner Schützlinge in der Anfangsphase. „Da haben wir richtig Tempo gemacht“, freute er sich über einen Fritzlarer Tempogegenstoß-Express, der den Gegner zu überrollen drohte. Der biss sich an der stabilen 6:0-Deckung der Gäste mit einer erneut überragenden Torfrau Lea Gürbig die Zähne aus und wurde über die erste und zweite Welle klassisch ausgekontert. Die Folge: Die Nordhessinnen zogen über 3:0 (6.), 5:2 (10.) auf 12:6 (21.) davon.

Allerdings: Noch war der ehemalige Zweitligist nicht geschlagen, kam durch einen 5:0-Lauf (zum 11:12, 29.) zurück, weil die Domstädterinnen ihrer kräftezehrenden Spielweise Tribut zollen musste.

Doch das Luftholen dauerte nicht lange. Esther Meyfarth nahm die Zügel des SVG-Spiels wieder fester in die Hand und stieß selbst mit drei Treffern zum 11:16 (34.) in die Lücken der SG-Deckung, die die Regisseurin nie in den Griff bekam. Ebenso wenig wie Vilte Dukauskaite, die verlässlich aus der zweiten Reihe traf.

Horn überragte

Oder wie Melina Horn, der „Lucky“ Cojocar ihr „bestes Saisonspiel“ attestierte. Denn: Die Linkshänderin rackerte 60 Minuten in Abwehr und Angriff und erzielte sechs Feldtore. Damit kam der Fritzlarer Rückraum auf 20 der 28 erzielten Treffer und stach die Mainzer Aufbaureihe (14) ganz klar aus.

Mit dem 14. Saisonsieg haben die Domstädterinnen die Weichen für ein spannendes Saisonfinale (am Samstag um 17 Uhr gegen Birkenau) gelegt. Denn mit Fritzlar, SC Markranstädt und HSG Kleenheim, die Gedern/Nidda mit einem 23:19-Erfolg die Meisterfeier verdarb, streiten noch drei Teams um die Vize-Meisterschaft.

Fritzlar: Gürbig; Dietrich 4, Huck 1, Ahrend, Puntschuh 1, Horn 6, Meyfarth 9/3, Duknauskaite 5, Dreyer, Kiwa 2/1.

SR: Johnen/Müller.

Siebenmeter: 3/2:6/4.

Zeitstrafen: 2:2-Min.