3. Liga West: SV Germania Fritzlar ist Tabellenführer

Solingen. Nach zwei Spieltagen sollte sich mit Vorhersagen zurückgehalten werden.

Esther Meyfarth© Pressebilder Hahn

Das in der 3. Liga West auf jeden Fall mit den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar zu rechnen ist, bewiesen sie eindrucksvoll durch ihr 27:25 (13:13)beim hoch gehandelten HSV Solingen-Gräfrath.

Durch den die Domstädterinnen gleichzeitig an die Tabellenspitze sprangen. Und sind nun neben dem VfL Oldenburg II das einzig ungeschlagene Team der West-Staffel sind. „Wir haben gegen einen richtig guten Gegner eine kämpferisch überzeugende Leistung gezeigt und eine starke Abwehr gestellt“, lobte SVG-Coach Lazar Constantin Cojocar sein Team. So deckten die beiden SVG-Außen die Solinger Flügelzange gleich offensiv, um den starken HSV-Rückraum um Vanessa Brandt, Mandy Reinarz und Sandra Münch kein Tempo aufnehmen zu lassen.

Das wirkte. Schnell führte die Germania mit 3:1 (4.) und 7:4 (10.). Allerdings steckte Solingen nie auf, beim 13:12 (30.) durch Reinarz lagen die Gastgeberinnen erstmals in Führung, Melina Horn sicherte den 13:13-Pausenstand. Nach Wiederanpfiff zogen die Domstädterinnen auf 17:14 (35.) davon. Neben Horn, Meyfarth, Vilte Duknauskaite und Janina Dreyer, die in der 6:0-Defensive eine starke Leistung ablieferten, waren es im Angriff vor allem die treffsichere Bibiana Huck sowie Meyfarth und Horn, die viel Verantwortung übernahmen.

Auszeit führt zum Sieg

„Esther war überragend und Melina hat in wichtigen Situationen die Tore gemacht, die wir gebraucht haben“, lobte Cojocar die beiden Rückraumspielerinnen. Überhaupt war der SVG-Coach mit der gesamten Angriffsleistung hoch zufrieden: „Der Ball lief gut und schnell, wir waren sehr kreativ und haben die richtigen Entscheidungen getroffen.“ Dennoch gab Solingen nie auf. Beim 19:19 (45.) durch Franziska Penz war der HSV wieder dran, nach Reinarz siebten Treffer zum 21:20 (47.) drohte die Partie gar zu kippen. Nach einer Auszeit von Cojocar machten Meyfahrt (3) und Huck beim 24:21 (55.) dann alles klar. „Wir haben die Ruhe bewahrt und unser Konzept clever umgesetzt“, freute sich der Rumäne. Und hat nun zwei Wochen Zeit, sein Team auf das erste Heimspiel am 14. Oktober gegen den TV Oyten einzustellen.

SVG: Maier, Gürbig – Dietrich 2, Holeczy 1, Bittdorf, Huck 5/1, Ahrend, Puntschuh, Horn 6, Meyfarth 10/1, Duknauskaite 2, Dreyer 1, Kiwa, Krüger.

SR: Sakovski/Schneider (Wuppertal). Zuschauer: 100. Siebenmeter: 4/5:2/3. Zeitstrafen: 2:4-Minuten.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn