Fritzlar II wahrt mit 28:27-Sieg Minimal-Chance auf den Klassenerhalt

Fritzlar – Die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II haben ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt gewahrt. Allerdings: Zufrieden war nach dem schwer erkämpften 28:27 (13:8)-Erfolg gegen Liga-Schlusslicht HSG Sulzbach/Leidersbach niemand.

„Das war heute das Duell zweier Abstiegskandidaten“, kritisierte SVG-Trainer Gunnar Kliesch den blutleeren Auftritt seines Teams und bemängelt: „Uns ist die fehlende Selbstsicherheit einfach anzusehen, es fehlen die Emotionen.“

Überragte in der ersten Hälfte: Fritzlars Torhüterin Nina Suchy wehrt in dieser Szene einen Siebenmeter von Sulzbachs Saskia Becker ab.© Pressebilder Hahn

Dabei wusste die Drittliga-Reserve zumindest in der ersten Hälfte streckenweise zu überzeugen. Die Abwehr um Maxie Hauschild und Nadine Frank stand kompakt gegen den Sulzbacher Rückraum mit Marie Grünewald und Maja Draca. Und wenn doch einmal ein Wurf auf das Fritzlarer Tor kam, war die gut aufgelegte Nina Suchy (55 Prozent gehaltene Bälle vor der Pause) zur Stelle. Ihre Paraden ermöglichten den Domstädterinnen reichlich Torchancen Chancen aus dem Gegenstoß, die Lena Alter sicher verwertete. Dazu zeigten sich im Positionsangriff Paula Bachmann und Maxie Hauschild treffsicher aus dem Rückraum. So erspielte sich Fritzlar bis zur Pause einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeberinnen nach und erhöhten durch Merle Bücker auf 17:11 (42.). Danach vergab das Kliesch-Team jedoch mehrere Großchancen und Sulzbach fand zurück ins Spiel. „Da war die Möglichkeit, die Tür zuzumachen, doch das haben wir verpasst“, ärgerte sich der Coach.

Maja Draca (10 Tore) war im linken Rückraum fortan nur noch durch Fouls zu bremsen und in der letzten Minuten verkürzte Sulzbach durch einen Strafwurf auf 28:27. Obwohl Maike Naumann im Gegenzug per Siebenmeter die Entscheidung verpasste, rettete Fritzlar den Sieg über die Zeit.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar muss den Aufstieg abhaken

Das Aufstiegsrennen in der 3. Liga West ist wohl entschieden: Während die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit 29:34 (15:14) beim TV Aldekerk verloren, hat der HSV Solingen-Gräfrath beim Tabellenvorletzten TSV Bonn (29:28) gewonnen.

Dadurch liegt der HSV zwei Spieltage vor Schluss drei Punkte vor den Domstädterinnen. „Unsere Niederlage ist verdient, weil wir in der zweiten Halbzeit keine Lösungen mehr gefunden haben. Für mich ist es ein Wunder, dass Aldekerk nicht mehr Punkte hat“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar, der dem Gegner nahe der niederländischen Grenze eine herausragende Leistung attestierte.

Auf der Gegenseite waren zwei Rückschläge zu viel für Fritzlar. Rückraumspielerin Melina Horn konnte kurzfristig wegen Kniebeschwerden nicht mitwirken. Und dann traf den SVG eine Rote Karte gegen Luisa Krüger ins Mark. Das Top-Talent kam beim Abschluss von Rechtsaußen Angelina Huppers einen Schritt zu spät und musste wegen einer unglücklichen Abwehraktion von der Platte (27.).

Keine Lösungen gegen 4:2-Abwehr

Bis dahin war’s über 6:3 (14.), 10:10 (23., Krüger) und 13:12 (27.) eine offene Partie. Zunächst steckte Fritzlar den Schock der Roten Karte gut weg. Und legte über 16:14 (31., Bibiana Huck) und 18:16 durch die gut aufgelegte Maria Kiwa (35.) sogar Führungen vor. Der entscheidende Schachzug zur Wende für den TVA war die Umstellung auf eine 4:2-Deckung. Kiwa und Spielmacherin Esther Meyfarth wurden an die kurze Leine gelegt. Krügers Ideen im Angriff im 4:4 gingen ihrer Mannschaft nun ebenso ab wie auf der Gegenseite eine mögliche Umstellung auf eine 5:1-Abwehr.

Und so nahm Fritzlars Unheil seinen Lauf. Die eigenen Angriffe verpufften, technische Fehler häuften sich und die Abwehr ließ sich düpieren, so dass Torfrau Vanessa Maier allein gelassen wurde. Über 23:19 (43.) und 29:22 (50.) machte Aldekerk kurzen Prozess.

Fritzlar: Maier, Gürbig – Dietrich 1, Bittdorf, Huck 5/1, Ahrend 6/3, Puntschuh, Lorenz 1, Meyfarth 1, Dukauskaite 5, Dreyer 3, Kiwa 5, Krüger 2, Grothnes.

SR: Baumann/Brömsen. Zuschauer: 123.

Siebenmeter: 7/6:4/4 Zeitstrafen: 4:6-Minuten. Rote Karte: Krüger (27., Foulspiel).

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Germania Fritzlar in Aldekerk vor hoher Hürde

Aldekerk/Fritzlar – Der Zweikampf um die Meisterschaft in der 3. Handball-Liga West zwischen Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath und dem SV Germania Fritzlar spitzt sich zu. Am drittletzten Spieltag sind die Domstädterinnen beim TV Aldekerk gefordert (Sa. 17 Uhr).

„Wir haben als Mannschaft keinerlei Druck. Aber das wäre natürlich ein toller Abschluss“, betont Kreisläuferin Lorena Lorenz, die beim letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen II am 28. April würdig verabschiedet wird. Lorenz war beim jüngsten 32:21 gegen den FC Köln ein Aktivposten, weswegen Trainer Lucky Cojocar nun Luxusprobleme plagen. Denn auch die erfahrene Hannah Puntschuh und die aufstrebende Luisa Krüger sind gut drauf. Die 17-Jährige bietet sich indes alternativ im Rückraum an. Besonders dann, wenn Spielmacherin Esther Meyfarth an die kurze Leine gelegt wird.

Das ist ein durchaus probates Mittel für die Gastgeberinnen. Neben der 6:0-Deckung beherrscht Aldekerk die 5:1-Variante. Bereits beim 24:23 im Hinspiel war der TV dicht dran, Fritzlar zu ärgern. Jetzt ist die Hürde für den Tabellenzweiten noch höher, weil das Team von Trainerin Dagmara Kowalska heimstark ist. Sechs Spiele in Serie gewann der Liga-Siebte in der Vogteihalle in Kerken. Und war zuletzt beim 47:28 gegen BV Garrel, 32:25 gegen VfL Oldenburg II und 38:33 gegen TV Oyten extrem torhungrig. „Die Mädels können ein immer höheres Tempo gehen“, lobt die künftige Trainerin des Zweitligisten TV Beyeröhde ihre junge Mannschaft.

Besonders die pfeilschnellen Außen Lena Heimes (links) und Angelina Huppers fordern von Fritzlar volle Aufmerksamkeit und werden gut von deren Zwillingsschwester und Regisseurin Fabienne Huppers in Szene gesetzt. „Wir müssen wie gegen Köln 60 Minuten Gas geben. Da gibt es kein Pardon“, betont Cojocar, der indes auf Maria Kiwa (Studium) und Anna Holeczy (Beruf) verzichten muss. Während Kiwas Ausfall im Rückraum einträchtig vom bestehenden Personal gelöst werden soll, rückt für Holeczy als Alternativ für Außen die Ex-Kirchhoferin Hannah Grothnes aus der Reserve auf.

Fanbus
Fritzlar setzt ab 12 Uhr am Samstag einen Fan-Bus ein. Abfahrt ist vom Parkplatz König-Heinrich-Schule Fritzlar. Anmeldungen bitte an Steffen Schmude Tel: 0173-9913571 oder E-Mail: suhschmude@t-online.de

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Richard Kasiewicz

Fritzlars Kliesch fordert gegen Schlusslicht mehr Kampfgeist

Fritzlar – Die Chance für die Oberliga-Handballerinnen des SVG Fritzlar II, den Klassenerhalt noch zu schaffen, ist nach der Niederlage gegen Walldorf verschwindend gering. Absolute Voraussetzung dafür ist jetzt ein Sieg gegen den Tabellenletzten HSG Sulzbach/Leidersbach (So. 16 Uhr, Halle KHS).

Banger Blick: Gunnar Kliesch muss mit Fritzlar II gegen Sulzbach gewinnen.© Pressebilder Hahn

„In der letzten Partie haben wir den Kampfgeist vermissen lassen, da liegt für dieses Spiel der Fokus drauf“, gibt SVG-Trainer Gunnar Kliesch die Richtung vor. Sulzbach steht schon als Absteiger fest, dennoch warnt der Coach davor, die Südhessinnen auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit der Kroatin Maja Draca (94 Tore) haben sie eine gefährliche Rückraumschützin. Dazu kommt die bundesliga-erfahrene Andrea Heidel, die sowohl im Rückraum als auch am Kreis spielt. „Nachdem Heidel zu der jungen Mannschaft gestoßen ist, haben sie sich deutlich stabilisiert“, meint Kliesch.

Gerade in der Abwehr sorgt sie mit ihrer Erfahrung für mehr Stabilität in der 6:0-Abwehr. So wird es vor allem auf den Fritzlarer Rückraum um Maxie Hauschild und Anamaria Puda ankommen, auch aus der zweiten Reihe für Gefahr zu sorgen. In der Abwehr ist eine 6:0-Formation geplant, weil die Stärken der Sulzbacher vor allem im Positionsangriff liegen. Hier spielt die HSG sehr lange Angriff. Alternativ bietet sich eine 5:1-Deckung mit Puda als Vorgezogene an.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Fritzlar bleibt Spitzenreiter Solingen mit Kantersieg auf den Fersen

Fritzlar – Mit einem fein herausgespielten 32:21 (18:8)-Erfolg gegen den 1. FC Köln bleibt Germania Fritzlar Drittliga-Spitzenreiter Solingen auf den Fersen.

Einen Zehn-Tore-Sieg aus dem Hinspiel im zweiten Vergleich zu toppen – zumal wenn sich der Gegner zwischenzeitlich gefangen hat – ist eine Mammutaufgabe. Drittligist Germania Fritzlar bewältigte sie. Dank der überragenden Esther Meyfarth, die acht Sekunden vor Schluss mit ihrem fünften Tor den 32:21 (18:8)-Sieg gegen den 1. FC Köln perfekt machte, der das 25:15 im ersten Duell in den Schatten stellte. Wichtiger noch: Die SVG bleibt Spitzenreiter Solingen auf den Fersen, der sich beim 35:25 gegen den VfL Oldenburg ebenfalls keine Blöße gab.

In der Abwehr eine Bank und am Kreis eine sichere Vollstreckerin: Lorena Lorenz, die vier Treffer zum Fritzlarer Kantersieg beitrug.© Pressebilder Hahn

„Das war okay“, zeigte sich Trainer Cojocar zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Besonders bis zum 26:13 (42.), als die Gäste in Gefahr liefen, aus der Halle gefegt zu werden. Von einem Spitzenteam, dass sich in der Defensive das Selbstvertrauen für die eigenen Angriffsaktionen holte, um die Rheinländerinnen noch vor der Pause nach allen Regeln der Handballkunst auseinander zu nehmen. „Unsere gute Abwehr hat uns vorne stärker gemacht“, erklärte Lorena Lorenz. Die 31-Jährige, die selbst im Mittelblock für einige Ballgewinne sorgte und postwendend in „Futter“ für die eigene erste und zweite Welle verwandelte: „Diese leichten Tore haben uns aufgebaut und den Gegner geschwächt.“

So wurde aus dem 3:3 (8.) ein 10:5 (20.), davon vier Tempogenstöße der Fritzlarerinnen, die sich spätestens nach Dreyers Treffer zum 13:6 (24.) in einen „kleinen Rausch“ (Lorenz) gespielt hatten. Auf einmal klappte alles: über Außen, von wo Lena Dietrich durch zwei Treffer auf 15:7 erhöhte. Per dritter Welle durch Maria Kiwa (17:8). Und, wunderbar freigespielt, aus dem Positionsangriff (Meyfarth zum 18:8). „Wir haben das Tempo hoch gehalten“, freute sich „Lucky“ Cojocar.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit kam der Tabellenneunte zum Luftholen – und nutzte das zur Ergebniskosmetik, so dass Gästecoach Markus Pabst zumindest an dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem Wechsel etwas Freude hatte: „Da haben wir aggressiver verteidigt und konsequenter abgeschlossen.“ Da glänzte dann auch die für die entnervte Julie Bärthel eingewechselte Sabrina Kochs mit einige Paraden, ohne indes die überragende Vanessa Maier in den Schatten stellen zu können.

Als dann jedoch Vilte Duknauskaite in Unterzahl auf 29:19 erhöhte (54.), erwachte der Fritzlarer Ehrgeiz doch noch einmal. Und mündete in den dritthöchsten Saisonsieg nebst der Gewissheit, nach dem Kantersieg in Köln vor eigenem Publikum noch einen drauf gesetzt zu haben.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn

Klassenerhalt für SV Germania Fritzlar II kaum noch zu schaffen

Das tut richtig weh: Mit einem Sieg hätten die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II mit Gegner TGS Walldorf gleichziehen können, die den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegen. Doch das Team von Trainer Gunnar Kliesch scheiterte kläglich und unterlag mit 23:31 (13:13).

„Vielleicht war der Druck einfach zu groß. Wir haben nie ins Spiel gefunden“, ärgerte sich der SVG-Coach. Von Beginn an hatte sein Team große Probleme mit dem individuell starken Rückraum der Gäste um Selina Schönhaber (11 Tore) und Friederike Hicking (9). Die immer wieder in die Nahwurfzone kamen, einfache Tore erzielten oder sich Strafwürfe erarbeiteten.

„Wir haben es in der gesamten Begegnung nicht geschafft, die Zweikämpfe richtig anzunehmen“, erklärte Kliesch. So setzte sich Walldorf schnell auf 7:3 (9. Minute) ab. Erst die Einwechslung von Torhüter-Routinierin Katja Zeller brachte etwas Stabilität in die Abwehr und Fritzlar kämpfte sich zurück in das Spiel. In der 27. Minute sorgte Maike Naumann per Strafwurf für den 12:12-Ausgleich. Luisa Krüger ließ das 13:12 folgen (29.) Das sollte Fritzlars einzigeFührung bleiben.

Nach dem Seitenwechsel lief bei den Domstädterinnen gar nichts mehr zusammen. „Wir haben eigentlich eine gute Situation. Haben gerade den Rückstand aufgeholt und spielen dann so eine zweite Hälfte“, zeigte sich Kliesch ratlos. Der Rückraum mit Paula Bachmann, Nele Bittdorf und Theresa Werner hatte große Probleme mir der offensiven 5:1-Deckung der Gäste und leistete sich viele technische Fehler. Diese nutzten die Mittelhessen zu einfachen Toren und zogen vorentscheidend auf 26:19 (50.) davon. Durch die Niederlage ist der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt. Zwei Spieltage vor Schluss sind es nun schon vier Punkte auf das rettende Ufer.

Fritzlar: Suchy (1.-12., 47.-60., 6 P./ 19 G.), Zeller (10/12), Grothnes 5, Frank 4, Naumann 3/3, Bachmann 3, Oschmann 3, Albus 2, Alter 1, Werner 1, Krüger 1, Hauschild, Bittdorf, Bücker.

Walldorf: Schulte (7/22), Büßer (bei einem 7m, 0/1), Hicking 9, Schäfer 6, Unnold 2, Fleischhacker 2, Schönhaber 11/8, Andrikopoulou 1, Wiener, Kornhuber, Rausch, Gastgeb.

SR: Ernst/Henkel. Zuschauer: 50.

Siebenmeter: 4/3:8/8. Zeitstrafen: 8:0-Minuten.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

Fritzlars Trainer Cojocar warnt vor Kölns Abwehr

Fritzlar – Etwa einen Monat ist es her, dass Julie Bärthel ihren Freundinnen Vilte Duknauskaite, Lorena Lorenz und Lea Gürbig zum Karneval in Köln einlud. Am Sonntag (17 Uhr Sporthalle der KHS) sind die drei Fritzlarerinnen die Gastgeber.

Allerdings laden sie nicht zum Feiern, sondern zum Handball-Duell in der 3. Liga ein, wenn der heimische SVG auf den 1. FC Köln trifft, wo die Ex-Kirchhoferin im Tor steht. Und Positives zu berichten hat. „Wir sind gut drauf“, sagt die 26-jährige Studentin. So gut, dass sich die Bundesliga-Reserve des BVB in der Domstadt mit 28:34 geschlagen geben musste. So gut, dass der Tabellendritte Oyten (29:28) gegen den FC nur knapp an einer Heimpleite vorbeischrammte. So gut, dass die Pabst-Schützlinge vier Spieltage vor Schluss so gut wie gerettet sind.

Willkommene Verstärkung: Melina Horn kehrt gegen Köln in den Fritzlarer Kader zurück. © Pressebilder Hahn

Der Grund: Endlich ist der Knoten im Angriff geplatzt, wo spät, aber nicht zu spät der Ausfall der beiden Halblinken Vanessa Idelberger und Julia Schumacher durch Maria Kottmann und Neuzugang Anika Henschel (kam nach der Winterpause vom Drittligisten Pfullingen) kompensiert werden konnte. Dazu hat sich auch Rückraumspielerin Felicia Idelberger gesteigert und kann, so Bärthel, „auch schon mal ein Spiel allein entscheiden.“

Fernduell mit Solingen

Noch größeren Respekt hat der SVG-Trainer vor der starken Kölner 6:0-Deckung, die zudem hervorragend mit Torfrau Bärthel zusammen arbeitet. Unschwer zu erwarten, dass es so „leicht“ wie im Hinspiel (15:25) nicht wird. Trotzdem will Lazar Constantin Cojocar auch diesmal wieder auf eine kompakte 6:0-Abwehr bauen, um über die erste und zweite Welle zu leichten Toren zu kommen. Von seinem Positionsangriff, den die wieder genesene Melina Horn verstärken wird, verlangt er „Geduld“, um der (nach Gegentoren) drittbesten Defensive der Liga ihren Schrecken zu nehmen.

Einen weiteren Blick aufs Restprogramm verbittet er sich. Weiß aber auch, dass der Kampf um die Meisterschaft noch nicht entschieden ist. Patzt Tabellenführer Solingen (gegen Oldenburg II), will er mit seiner Mannschaft zur Stelle sein. Und die sich somit gegen Köln schadlos halten, so dass die vier Freundinnen vielleicht doch noch einen Grund zum Feiern haben.

HNA Online /// Ralf Ohm /// Foto: Hahn

Fritzlar II hilft gegen Walldorf nur ein Sieg

Fritzlar – Es sind nur noch drei Spieltage in der Handball-Oberliga der Frauen und im Abstiegskampf ist noch alles offen. Für den SV Germania Fritzlar II zählt gegen den direkten Konkurrenten TGS Walldorf (So. 14 Uhr, KHS-Halle Fritzlar) daher nur ein Sieg.

Dabei ergibt sich gegen die Mittlhessen eine sehr brisante Situation. Nur zwei Punkte trennen die Germania von den Walldorferinnen, die mit 13:25-Zählern den ersten Nichtabstiegsplatz belegen. Bei einem Sieg würden die Domstädterinnen mit der TGS gleichziehen. In der Hinrunde bat die heimische Drittliga-Reserve aufgrund vieler Verletzter um eine Spielverlegung, die Walldorf jedoch ablehnte. Weil die Germania letztlich nicht antreten konnte, gingen die Punkte an die TGS, ebenso wie der direkte Vergleich. „Das ist noch einmal eine extra Motivation für uns“, sagt daher SVG-Trainer Gunnar Kliesch.

Walldorf ist ein unangenehmer Gegner. Zwar hat die TGS mit im Schnitt 21 Toren pro Spiel den schwächsten Angriff der Liga, mit nur 23 Gegentoren allerdings auch die beste Defensive. Im Angriff stechen mit Linksaußen Selina Schönhaber (113 Tore), Rückraumspielerin Friederike Hicking (72) sowie Spielmacherin Nathalie Schäfer (65) drei Spielerinnen heraus. Dem Trio will der Trainer mit einer kompakten 6:0-Deckung begegnen. Da der Einsatz der angeschlagenen Nadine Frank fraglich ist wird Anamaria Puda neben Maxie Hauschild in den Mittelblock rücken.

Im Angriff verlangt der Coach konsequente Abschlüsse. Der Rückraum soll aggressiv in die Nahtstellen der gegnerischen 6:0-Abwehr stoßen. Für das Spiel wird die Reserve Unterstützung aus der ersten Mannschaft erhalten.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

Fritzlar II verliert nach 5:1 noch mit 25.34 in Bensheim

Bensheim. Diesmal nicht: Nach gutem Beginn unterlagen die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II der HSG Bensheim/Auerbach II mit 25:34 (9:15).

„Wir haben viele technische Fehler gemacht und sind an uns selbst gescheitert“, erklärte SVG-Coach Gunnar Kliesch. Am Anfang sah noch alles nach einem Überraschungserfolg aus. Angetrieben von Kreisläuferin Nadine Frank und Rückraumspielerin Anamaria Puda erspielten sich die Domstädterinnen eine 5:1 Führung 11.). Nach und nach fanden die Südhessinnen besser in die Partie. Auch weil Fritzlar bessere Chancen ungenutzt ließ und die Erstliga-Reserve zu Gegenstößen einlud. Spielmacherin Julia Niewiadomska bracht die Gastgeber in Schlagdistanz. Die polnische Jugendnationalspielerin war besonders aus der zweiten Welle nicht zu stoppen.

So ging die HSG durch Lisa-Marie Schmidt erstmal in Führung (8:7) und baute die Führung 11:8 (25.) auf 15:9 zur Halbzeit aus. „Bensheim war konsequenter im Abschluss und im Umschaltspiel kaum zu verteidigen“, sagte Kliesch. Paula Bachmann und Co. Kamen nochmal auf 11:16 und 21:25 heran. Doch ein vergebener Siebenmeter und zwei verworfene Tempogegenstöße waren dann zu viel.

Fritzlar: Fischmann, Suchy, Albus 8/5, Frank 5, Bachmann 5, Grothnes 2, Puda 2, Werner 2, Naumann 1, Hausschild, Alte, Oschmann, Bücker.

HNA Print /// 01.04.2019

Fritzlar II ohne Bittdorf und Krüger nach Bensheim

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge geht die Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar mit viel Selbstvertrauen in die Partie bei der viertplatzierten HSG Bensheim/Auerbach II (So. 16 Uhr) in der Oberliga.

Vier Spieltage vor Saisonende trennen die Domstädterinnen nur zwei Punkte von einem Nicht-Abstiegsplatz. Dennoch erwartet die Germania beim Mitaufsteiger eine schwere Aufgabe.

„Bensheim ist körperlich unheimlich präsent“, erklärte SVG-Coach Gunnar Kliesch. Um dem zu begegnen, soll sich die Fritzlarer Offensive um Rückraumspielerin Maxie Hauschild klare Chancen erarbeiten und Torhüterin Josefin Lotze nicht zum spielentscheidenden Faktor werden lassen.

Im Angriff lebt das Team von Trainerin Lisa Mößinger von ihrem starken Rückraum um die Bundesliga erfahrene Linkshänderin Ingrida Bartaseviciene (76 Tore) sowie der wurfgewaltigen Jugendnationalspielerin Nina Rädge (118). „Sie haben eine enorme Qualität“, warnt Kliesch. Dazu kommt, dass die Südhessinnen auch auf die Dienste des 16-jährigen polnischen Top-Talents Julia Niewiadomska setzen können. Anders als in den vergangenen Partien muss der Handball-Lehrer diesmal auf Luisa Krüger und Nele Bittdorf aus dem Drittliga-Team verzichten.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

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