Fritzlar II chancenlos beim Spitzenreiter SVG nach 5:5 und 20:8 in Oberursel 44:27

Oberursel. Das war deutlich. Mit 44:27 (23:11) unterlagen die abstiegsbedrohten Oberliga- Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II beim Tabellenführer TSG Oberursel.

Ein Lichtblick: Nina Albus gelangen für Fritzlar II zehn Treffer. Foto: Hahn

Zu Beginn hielt der Aufsteiger noch gut mit. Die Abwehr um Maxie Hausschild und Nadine Frank im Mittelblock stand und im Angriff fanden Frank sowie Rechtsaußen Nina Albus immer wieder Lösungen. Nach dem 5:5 (6.Minute) gelang dem Team von Trainer Gunnar Kliesch jedoch 10 Minuten lang kein Treffer. So zog der Spitzenreiter von 11:8 (15.) vorentscheidend bis auf 20:8 davon. Die Domstädterinnen leisteten sich viele technische Fehler und verloren im Angriff die Struktur. Das Spiel war bereits zur Halbzeit mit 23:11 entscheiden. Auch nach dem Wiederanpfiff spielte nur noch der Gastgeber und baute den Vorsprung folgerichtig weiter aus. In der 50.Minute sah dann auch noch Außenspielerin Merle Bücker ihre dritte Zwei-Minuten Strafe und musste mit Rot vom Feld gehen. Erst kurz vor Schluss nahm die TSG etwas Tempo aus dem Spiel und Fritzlar konnte noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Der deutliche Sieg geriet jedoch nie in Gefahr. Besonders der Oberurseler Rückraum um Spielmacherrin Nadine Okrusch (12 Tore) und die Halbrechte Berit Mies (9) war von der Defensive der Domstädterinnen nie unter Kontrolle zu bekommen. Im Fritzlarer Angriff waren Maxie Hauschild (5) und Nina Albus (10) die treffsichersten Werferinnen.

SVG: Fischmann, Suchy – Hausschild 5, Frank 4, Küster 3, Bücker 2, Albus 10/5, Naumann 1, Grothnes 1, Werner 1.

HNA Print /// 18.02.2019 /// mm /// Foto: Hahn

Fritzlar muss nach 25:28-Heimniederlage im Verfolgerduell Aufstiegshoffnungen wohl begraben

Fritzlar – Damit dürfte der Aufstieg für die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar endgültig kein Thema mehr sein. Mit 25:28 (15:13) unterlag das Team von Trainer Cojocar der Bundesliga-Reserve von Borussia Dortmund und kassierte damit zugleich die erste Heimpleite der Saison.

Dabei bestimmte die Germania lange die Partie. Bis zum 4:4 (9.) war es ausgeglichen, dann setzte sich Fritzlar ab, wobei auch die für Lea Gürbig ins Tor gerückte Vanessa Maier sich gleich gut einfügte. Über 8:5 (12.) und 13:9 (25.) hatten die Domstädterinnen das Geschehen bis zu Melina Horns Treffer zum 21:17 (39.) im Griff. Danach aber verzagte der SVG-Angriff. Nur noch vier Treffer gelangen den Domstädterinnen – zu wenig, um den BVB zu bezwingen.

Das Tor im Blick: Fritzlars Linkshänderin Melina Horn (am Ball) steigt hoch und erzielt einen ihrer vier Treffer. Dortmunds Jana Willing (rechts) ist machtlos. © Pressebilder Hahn

„Wir hatten die richtige Idee“, freute sich Dortmunds Trainer Tobias Fenske. Und das war die Umstellung auf eine defensive 6:0-Formation, die der Germania das Leben schwer machte. Hatte Fritzlar das Spiel zuvor breit gemacht und von allen Positionen Torgefahr ausgestrahlt, lief sich die SVG-Offensive nun zu oft fest. „Da hat gar nix mehr funktioniert“, ärgerte sich Spielmacherin Esther Meyfarth.

„Wir haben den Gegner wieder aufgebaut“, fand auch SVG-Coach Cojocar. Und dies vor allem durch einfache Ballverluste, die die Gäste über die erste und zweite Welle konsequent bestraften. Zudem ließ auch die 6:0-Deckung der Gastgeberinnen nach. „Wir haben in der Abwehr nicht mehr konsequent zugemacht“, bemängelte Meyfarth.

Unzulänglichkeiten, die die Fenske-Sieben nutzte. Vor allem Spielmacherin Hannah Kriese, die in der ersten Halbzeit noch weitgehend abgemeldet war, hatte nun viel Platz für Einzelaktionen. Beim 22:23 (50.) gelang der Regisseurin der Anschlusstreffer. Und Mariel Wulfs Tor zum 23:23 per Strafwurf bereitete sie durch ein starkes Eins-gegen-Eins vor.

Überhaupt kein Mittel aber fanden die Gastgeberinnen gegen die Distanzwürfe von Junioren-Nationalspielerin Wulf. „Diese Momente haben uns in der ersten Halbzeit gefehlt. Aber solche Dinger brauchst du, wenn man so ein Spiel gewinnen will“, freute sich BVB-Coach Fenske. Mit ihrem zehnten Treffer sorgte die Halblinke trotz Bedrängnis und Zeitspiel beim 27:25 (59.) für die Entscheidung. Bibiana Huck traf im Gegenzug nur die Latte, während Dortmunds Rechtsaußen Julie Hafner mit dem Tor zum 28:25-Endstand alles klar machte.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Vor Hit gegen BVB: SV Germania Fritzlar hält Team zusammen

Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar ist schon weit bei den Planungen für die kommende Saison: Nach Esther Meyfarth, Melina Horn, Vanessa Maier, Trainer Lucky Cojocar (jeweils ein Jahr) und Lena Dietrich (zwei Jahre) wurden auch sieben weitere Verträge vorzeitig verlängert.

Und zwar die von Bibiana Huck, Hannah Puntschuh, Janina Dreyer, Maria Kiwa, Lea Gürbig, Anna Holeczy und Luisa Krüger. Mit Xenia Ahrend und Nele Bittdorf laufen ebenfalls vielversprechende Gespräche. „Mögliche Neuzugänge hängen auch davon ab, ob uns der Aufstieg in die 2. Liga gelingt oder nicht“, betont Fritzlars Sportlicher Leiter Steffen Schmude vor dem Heimspiel gegen den BVB II (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle).

Bleibt für Fritzlar am Ball: Bibiana Huck, die hier vor Dortmunds Johanna Stockschläder wirft.© Pressebilder Hahn

Als Abgänge stehen Vilte Duknauskaite und Lorena Lorenz fest, die ihre Karrieren beenden. Zudem ist fix, dass der traditionelle Domstadt-Cup am 10. und 11. August stattfinden wird.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Germania Fritzlar sucht gegen Dortmund die Lockerheit

Allzu viele Möglichkeiten bleiben dem heimischen Handballpublikum nicht mehr, um Drittligist SV Germania Fritzlar in eigener Halle zu bestaunen. Nur noch drei Heimspiele bestreiten die Domstädterinnen in dieser Saison. Den Auftakt macht der Hit gegen den BVB Dortmund II (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle).

Das Spiel gegen die Bundesliga-Reserve ist auf dem Papier zugleich das letzte Spitzenspiel für die Germania. Vom Aufstieg will SVG-Coach Lucky Cojocar nach der Niederlage in Oyten indes nichts wissen. „Es tut uns gut, einmal nicht auf die Tabelle zu schauen und wieder mehr Lockerheit zu bekommen.“ Gegen Dortmund ist die Germania zudem für die erste Saisonniederlage auf Revanche aus. „Wir wollen keinesfalls gegen die gleiche Mannschaft zweimal verlieren“, stellt Cojocar klar.

Nicht zu halten: Fritzlars Melina Horn (am Ball), die hier Leipzigs Lilli Röpcke (links) verlädt, will mit der Germania gegen die Bundesliga-Reserve den Heimnimbus wahren. Rechts zu sehen ist Hannah Puntschuh. © Pressebilder Hahn

Dessen Gegenüber, BVB-Coach Tobias Fenske, lobt den heimischen Tabellenzweiten: „Fritzlar ist ein Top-Gegner und hat eine homogene und eingespielte Mannschaft.“ Die Gäste spielen eine starke Saison und haben laut Fenske die Erwartungen übertroffen. Denn das Team ist deutlich verjüngt worden und musste den Abgang der Ex-Bundesliga-Spielerin Nadja Zimmermann sowie die Ausfälle von Leistungsträgerinnen wie Mariuca Patru hinnehmen. Steigerungsbedarf sieht der Trainer noch in der Defensive, auch wenn sich seine Mannschaft in der Abwehr stabilisiert hat. „Insgesamt wollen wir ein Spiel über die Deckung noch ganz anders dominieren.“

Dortmund geht ein hohes Tempo und sucht vor allem über die erste und zweite Welle den Torerfolg. Herausragend sind Spielmacherin Hannah Kriese (81) und die Halblinke Muriel Wulf (95). Mit den Junioren-Nationalspielerinnen Malina-Marie Michalczik und Carlotta Fege stehen weitere Talente im Kader. Im Schnitt ist die Fenske-Sieben 29 Mal pro Partie erfolgreich. „Wir müssen die Räume in der Abwehr wieder viel enger machen und den BVB in den Positionsangriff drängen“, fordert daher Fritzlars Linkshänderin Melina Horn.

Vor allem gilt es die Unzulänglichkeiten abzustellen, die Fritzlar in Oyten um den Erfolg brachten. Etwa die Fehler im Spielaufbau sind zu minimieren. „Wir dürfen uns keine unvorbereiteten Würfe nehmen und müssen wieder mehr zusammen spielen“, weiß Horn.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

SVG II ohne Druck gegen Spitzenreiter

Fritzlar. „Wir treten ohne Druck an. Oberursel ist der Favorit“, sagt Handballtrainer Gunnar Kliesch vor der Partie des SV Germania Fritzlar II beim Oberliga-Spitzenreiter (Sa. 19.30 Uhr).

Der Tabellenführer hat mit 432 Treffern den zweitbesten Angriff. Vor allem die rechte Angriffsseite um Außenspielerin Viktoria Heilmann (96 Tore) und die Halbrechte Jana Sellner (63) zeigt sich äußerst treffsicher. Allerdings ist die Verantwortung im TSG-Rückraum auf mehrere Schultern verteilt. Auf der Mitte ist Nadine Okrusch gesetzt, im linken Rückraum deren Schwester Michelle (beide 64 Tore). Zu einer Leistungsträgerin hat sich auch Berit Mies (72 Tore) entwickelt, die variabel einsetzbar ist. Auffällig ist, dass die Südhessinnen mit 373 Gegentoren auch eine der schwächsten Defensivreihen der Liga stellen.
Dies ist für SVG-Trainer Kliesch allerdings vor allem wegen ihrem schnellen Angriffspiel geschuldet: „Sie gehen sehr konsequent in die erste und zweite Welle, dies ermöglicht dem Gegner viele Angriffe.“ Eine Schwäche hat der Übungsleiter trotzdem ausgemacht: „Oberursel hat Probleme im Rückzugsverhalten, das müssen wir ausnutzen.“ Nachdem die Reserve zuletzt Unterstützung von Lorena Lorenz erhielt, kann Kliesch diesmal nicht auf Verstärkung aus dem Drittliga-Team hoffen.

HNA Print /// 15.02.2019 /// mm

25:28 – Fritzlars Abwehr in Oyten ohne Zugriff

Oyten – Rückschlag für Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar: Mit 25:28 (13:14) unterlag das Team von Trainer Lazar Constantin Cojocar beim Tabellenvierten TV Oyten. Und kann nun nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden.

Esther Meyfarth© Pressebilder Hahn

Normalerweise ist die Defensive die große Stärke der Domstädterinnen. Diesmal stach dieser Trumpf nicht. „Wir haben viel zu viele Gegentore kassiert“, ärgerte sich SVG-Coach Cojocar. Da nutzte es auch nichts, dass Oytens starke Rechtsaußen Lisa Bormann-Rajes krankheitsbedingt gar nicht erst mit wirken konnte. Im Rückraum der Niedersachsen sprangen Jana Kokot, Spielmacherin Denise Engelke und Wiebke Meyer in die Bresche. Allein 23 der 28 Treffer der Gastgeberinnen gingen auf das Konto des Trios. Auch die Umstellung von der 6:0-Formation auf eine 5:1-Variante in der Abwehr griff nicht.

Dabei war die Germania vielversprechend in die Partie gestartet und hatte sich nach dem 3:3 (8.) zu Beginn über 5:3 (12.) und 9:6 (17.) bis zum 12:9 (23.) durch Xenia Ahrend sogar eine Führung herausgespielt.

Dann aber fand der TVO besser in die Partie. Beim 13:13 (27.) hatte Regisseurin Engelke ausgeglichen, Kokot besorgte wenig später die 14:13-Pausenführung. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und uns zu viele Fehlwürfe geleistet“, monierte Cojocar.

Bis 25:25 für Gäste alles drin

Trotzdem. Die Partie blieb lange offen. Weiter als auf 20:18 (42.) konnte sich der Tabellenvierte nicht absetzen, wobei auch eine enge Deckung für Esther Meyfarth die Gäste nicht aus dem Konzept brachte.

Nachdem Bibiana Huck (23:23, 52.) und Ahrend (25:25, 57.) ausgeglichen hatten, schien sogar die Wende möglich – die technische Fehler und Fehlwürfe verhinderten. Zudem waren die Domstädterinnen nach einer Zeitstrafe gegen Luisa Krüger in den Schlussminuten in der Unterzahl. Das nutzte der Gastgeber clever aus – und sorgte mit drei Toren in Folge für den 28:25-Endstand. Ein für „Lucky“ Cojocar höchst ärgerlicher Rückschlag im Titelkampf: „Statt über die Meisterschaft zu reden müssen wir unsere eigene Leistung wieder verbessern.“

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Nina Albus sichert SVG das 23:23-Remis

Fritzlar – Die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II retteten gegen den Tabellennachbarn HSG VfR/Eintracht Wiesbaden ein 23:23 (13:10)-Unentschieden.

Im Abstiegskampf haben die Domstädterinnen dank des 37:19-Hinspielerfolgs im direkten Vergleich gegen die Südhessinnen nun die Nase vorn.

Kaum zu halten: Fritzlars Maxie Hauschild (am Ball) trug fünf Treffer zum SVG-Remis bei.© Pressebilder Hahn

„Die Mannschaft hat heute große Moral bewiesen. Für uns ist das ganz klar ein gewonnener Punkt“, befand SVG-Coach Gunnar Kliesch. Vor allem in der ersten Halbzeit machte die Germania ein starkes Spiel und stand insbesondere in der Deckung sicher. Hier zeichnete sich zum einen der Mittelblock um Maxie Hauschild und Nadine Frank aus. Zudem unterstütze Lorena Lorenz aus dem Drittliga-Team die Reserve und gab der Defensive wichtige Impulse.

Von der starken Abwehr profitierte auch Torhüterin Luisa Fischmann, die vor allem in der ersten Halbzeit kaum zu überwinden war. Insbesondere Wiesbadens Torjägerin Annika Hermenau scheiterte ein ums andere Mal an der Fritzlarer Torfrau.

Aus der Deckung heraus schalteten die Domstädterinnen immer wieder gut um und kamen über ihre schnellen Außen zu einfachen Toren. So ging es mit einer drei Tore Führung in die Pause.

Doch nach dem Wiederanpfiff brach die Kliesch-Sieben ein. Die Gäste drehten – angeführt von der immer stärker werdenden Hermenau (9 Tore) – das Spiel. Mit 18:16 (46.) lagen die Gastgeberinnen in Führungt, verpassten es aber, sich entscheidend abzusetzen.

So entwickelte sich in der Schlussphase eine hart umkämpfte Partie. Eine Minute vor Spielende behielt die gut aufgelegte Rechtsaußen Nina Albus vom Punkt die Nerven und glich zum 23:23 aus. Diese Remis brachte die Germania über die Zeit. Und beendete damit eine Negativserie von sieben Niederlagen.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn

SVG Reserve gegen Wiesbaden unter Druck

Fritzlar. Gunnar Kliesch, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II, ist sich der Bedeutung der Partie gegen die HSG VfR Eintracht Wiesbaden bewusst: „Da zählt nur ein Sieg.“ So., 10.02., 16 Uhr, Sporthalle-KHS Fritzlar

Mit den ehemaligen Bundesliga-Spielerin Annika Hermenau (96 Tore) und Magda Weher (68) haben die Südhessinnen zwei Haupttorschützinnen, die alleine mehr als die Hälfte der 287 Wiesbadener Treffer erzielt haben. Die beiden Rückraumspielerinnen sind im Zusammenspiel mit Kreisläuferin Carolin Baumgart besonders gefährlich. „Wenn wir den Kreis unter Kontrolle haben, gewinnen wir auch das Spiel“, glaubt Kliesch. Das will der SVG-Trainer mit einer 6:0 Deckung um Maxie Hausschild und Nadine Frank im Mittelblock schaffen.

Als Alternative ist eine 5:1 Deckung mit Hannah Grothnes als Vorgezogene angedacht. Im Positionsangriff soll das Kliesch-Team vor allem in die Nahtstellen stoßen. „Wiesbadens Innenblock hat Probleme in der Seitwärtsbewegung, da müssen wir angreifen“, fordert der SVG-Coach. Bis auf die Langzeitverletzten Jana Hoppe, Sarah Oschmann und Johanna Fischer (Schwanger), kann Kliesch aus dem Vollen schöpfen. Und will deshalb im Angriff volles Tempo gehen: „Wiesbaden hat Probleme in der Rückwärtsbewegung. Das müssen wir ausnutzen“. Ansonsten droht den Domstädterinnen der Sturz in den Tabellenkeller.

HNA-Print /// 08.02.19 /// mm

Spielwiederholung wegen Phantomtor mit Auswirkungen auf die Meisterschaft

Spielwiederholung in der 3. Liga West der Frauen, die Begegnung zwischen Bayer Leverkusen II und dem SV Germania Fritzlar wurde nach einem erfolgreichen Protest der Hessinnen annulliert.

Die Partie vom zehnten Spieltag wurde bereits am 4. November ausgetragen, die Juniorelfen hatten die Partie am Ende knapp mit 27:26 (17:12) für sich entschieden. Allerdings hatten die Rheinländerinnen im ersten Durchgang von einem Phantomtor profitiert. In der 29. Spielminute sei ein Leverkusener Treffer doppelt gewertet worden – hatte es zuvor noch 14:10 gestanden, so stand anschließend ein 16:10 zu Buche.

Fristgerecht hatte Germania Fritzlar Einspruch eingelegt und beantragt das Endergebnis zu einem 26:26-Unentschieden zu korrigieren oder das Spiel neu anzusetzen. Mit der Argumentation, dass das „zu viel gegebene Tor ein justiziabler Regelverstoß sei, der im konkreten Fall auch spielentscheidend gewesen sei“, kamen die Hessinnen durch.

Auswirkungen auf Titelkampf

Auswirkungen hat das Urteil auch auf den Titelkampf in der Weststaffel, Fritzlar ist zwar weiterhin Tabellenzweiter mit einem Pluspunkt Rückstand auf den HSV Solingen-Gräfrath (23:5), hat aber nun nur noch vier statt bislang sechs Minuspunkte zu Buche stehen und damit auch die Chance auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga in der eigenen Hand. Zumal auch der Direktvergleich mit 3:1 Punkten nach einem 27:25-Auswärtserfolg und einem 20:20-Remis vor heimischer Kulisse für die Germania spricht.

Fritzlar hat nun in den kommenden beiden Wochen zwei Schlüsselspiele zu absolvieren, am Sonntag reist man zum Tabellenvierten TV Oyten (17:7), eine Woche später kommt die auf Rang 3 liegende Reserve von Borussia Dortmund (18:8) nach Hessen. Leverkusen rutschte aufgrund der Umwertung vom fünften auf den sechsten Platz zurück und liegt nun mit 13:11 Punkten zwischen der HSG Blomberg-Lippe II (14:12) und dem TV Aldekerk (13:13).

Handball-World /// chs /// Foto: Marco Wolf /// Quelle: Link

Rührt Fritzlars Abwehr in Oyten wieder Beton an?

Auf zum nächsten Spitzenspiel! „Abgerechnet wird am Schluss“, sagte Fritzlars Spielmacherin Xenia Ahrend nach dem Remis im vorausgegangenen Hit gegen Solingen. Und richtete den Blick bereits auf die Partie beim TV Oyten (So. 15 Uhr), wo im Titelkampf nur ein Sieg zählt.

Dort wartet auf die Germania alles andere als eine leichte Aufgabe. Denn seit dem Hinspiel am 14. Oktober in Fritzlar hat Oyten keine Partie mehr verloren. Zuletzt gab es einen 36:26-Erfolg gegen Tabellenführer Solingen. „Das war imponierend“, fand auch SVG-Coach Lazar Constantin Cojocar.

Energisch: Fritzlars Hannah Puntschuh. Kann sich die Kreisläuferin gegen Oytens Abwehr durchsetzen? © Pressebilder Hahn

Vor allem ein Trio ragt bei den Gastgebern heraus. Allen voran Regisseurin Denise Engelke. „Sie ist der Kopf, der Dreh- und Angelpunkt des Spiels“, weiß Cojocar. Daneben ist die Ex-BVBlerin Jana Kokut im linken Rückraum gesetzt. Die körperlich starke 27-Jährige kann zudem auch am Kreis eingesetzt werden, wo sie den Domstädterinnen schon im Hinspiel große Probleme bereitete.

Daneben ist auf dem rechten Flügel die bundesliga- und europacup-erfahrene Lisa Bormann-Rajes (früher Blomberg-Lippe) gesetzt. „Wir müssen uns darauf einstellen und bereiten im Training ein zweites Abwehrsystem vor“, kündigt der Fritzlarer Trainer an. Gegen Solingen erzielte das Trio allein 28 der 36 Treffer des TVO.

Defensiv setzen die Niedersachsen auf eine 6:0-Formation, hinter der die Ex-Zweitliga-Spielerin Romina Kahler und die 35-fache US-Nationalspielerin Bryana Newbern ein starkes Gespann bilden.

Hannah Puntschuh und Co. wollen sich aber in Oyten nicht allein auf ihre Defensivqualitäten verlassen. Cojocar fordert in der Offensive eine Leistungssteigerung. Wobei wie gehabt alle Spielerinnen zu Einsatzzeiten kommen. Ein Vorteil, denn Oyten verfügt über einen kleinen Kader, so dass die Leistungsträgerinnen Bormann-Rajes, Kokut und Engelke meist durchspielen müssen. Gut möglich also, dass der Tabellenvierten am Schluss Probleme bekommt. Wie im Hinspiel, als die SVG einen sechs-Tore Rückstand noch drehte.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

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