SV Germania Fritzlar will Höhenflug gegen Oldenburg II fortsetzen

Fritzlar. Und wieder weht ein Hauch von Bundesliga in der Domstadt: Die Erstliga-Reserve des VfL Oldenburg ist zu Gast beim SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga West der Frauen (So. 17 Uhr, Sporthalle der König-Heinrich-Schule).

Könnte sich beweisen: Fritzlars Lea Gürbig, die hier gegen Aldekerks Angelina Huppers pariert. © Pressebilder Hahn

„Die Rollen sind klar verteilt. Fritzlar ist durchgehend gut besetzt und wir haben auswärts noch kein Spiel gewonnen in dieser Saison“, betont Andreas Lampe. Der 32-Jährige ist ein absolutes Urgestein des VfL und gehört als gebürtiger Oldenburger seit 26 Jahren zum Verein. Das Drittliga-Team coacht er nun im zweiten Jahr und ist zusätzlich Co-Trainer in der 1. Liga.

Lampe sieht die 3. Liga West als noch ausgeglichener an. Klares Ziel: Die Klasse halten und (möglichst viele) Talente noch oben bringen. Etwa die pfeilschnelle Rechtsaußen Lina Genz. Oldenburg gilt als sehr variabel. In der Abwehr ist neben 6:0 und 5:1 auch eine 3:2:1-Formation beim Tabellenneunten möglich. Im Angriff setzen die Grün-Weißen aus Niedersachsen gerne die siebte Feldspielerin als taktisches Mittel ein.

Kopf des Teams ist aus Sicht von Fritzlars Trainer Lucky Cojocar VfL-Spielmacherin Katja Berkau. Daneben sind die 1,86 m große Lisa-Marie Fragge (halblinks) und die technisch versierte Lisa Prante (halbrechts) brandgefährlich und harmonieren prächtig mit der 18-jährigen Kreisläuferin Marion Schepers.

Puntschuh und Maier fraglich

Fritzlar setzt dem mit Luisa Krüger eine erst 17-jährige Kreisläuferin entgegen, deren Einsatz erneut von Beginn an gefragt sein könnte. Denn ihre erfahrene Kollegin auf dieser Position, Hannah Puntschuh, droht auszufallen. Die 31-Jährige, die zudem das Bezirksoberliga-Team des TSV Eintracht Böddiger II trainiert, war im Training umgeknickt. Gebrochen ist nichts, aber der Knöchel stark geschwollen. Erst ein MRT-Termin muss Klarheit bringen, ob eventuell die Bänder beschädigt sind.

Neben den Langzeitverletzten Anna Holeczy und Vilte Duknauskaite droht gegen den kampfstarken VfL Vanessa Maier auszufallen. Die Torhüterin plagt sich seit Wochen mit Rückenschmerzen herum. Möglich, dass nun der ebenfalls formstarken Lea Gürbig eine Chance von Beginn an winkt. Verbunden mit der Vorgabe, mit der Germania den fünften Sieg in Serie zu landen. „Wir schauen nach oben, nicht nach unten“, macht Cojocar deutlich, dass er dem HSV Solingen-Gräfrath auf den Fersen bleiben möchte. Dem Spitzenreiter, der am 3. Februar 2019 in der Domstadt erwartet wird.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Rumpfteam des SV Germania Fritzlar II muss es richten

Fritzlar. Wenn Handball-Oberligist SV Germania Fritzlar II am Samstag (19 Uhr) bei der HSG Sulzbach/Leidersbach antritt, stehen SVG-Trainer Gunnar Kliesch gerade einmal sechs gesunde Feldspielerinnen zur Verfügung.

Nur Nina Albus, Maxie Hauschild, Merle Bücker, Theresa Werner, Hannah Grothnes, und Paula Bachmann sind fit. Dennoch geht der Coach das Unterfangen optimistisch an: „Man merkt, dass eine Grenzsituation erreicht ist, aber die verbleibenden Spielerinnen sind topmotiviert und trainieren hervorragend.“

Zwei der verbliebenen Kräfte: Fritzlars Nina Albus (links) und Maxie Hauschild (hier noch im Vellmarer Trikot)© Pressebilder Hahn

Auch bei den Gastgebern läuft es nicht rund. Der ehemalige Bundesligist steht abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und stellt mit 315 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga. Mit durchschnittlich zehn Gegentoren haben die Rhein-Main-Bienen um die Halblinke Maja Draca jedes Spiel verloren. Dennoch nimmt Kliesch das Spiel nicht auf die leichte Schulter und warnt bei der jungen Mannschaft besonders vor dem Rückraum um Draca (35 Tore) und Katja Wess (35).

Deshalb muss die 6:0-Abwehr der SVG hellwach sein. „Sie haben Probleme im Rückzugsverhalten“, weiß Kliesch. Daher sollen Theresa Werner und Co. vor allem über die erste und zweite Welle den Erfolg suchen. Und so angesichts der angespannten Personaldecke einfache Tore werfen. (mm)

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar gewinnt Krimi gegen TV Aldekerk

Fritzlar. Das war nichts für schwache Nerven: Noch nach der Sirene mussten die Handballerinen des SV Germania Fritzlar um den 24:23 (10:11)-Sieg gegen den TV Aldekerk in der 3. Liga West bangen.

Da bot sich Pia Kühn – wenn auch aus spitzem Winkel – eine letzte Gelegenheit für die tapferen Gäste. Ihr Wurf blieb am Fritzlarer Block hängen. Und sorgte für grenzenlosen Jubel bei den Domstädterinnen. „Aldekerk war ein sehr guter Gegner, das wertet die zwei Punkte auf. Sie haben alle Anlagen für eine Spitzenmannschaft“, zollte SVG-Coach Lucky Cojocar dem Turnverein Respekt.

Mit vollem Einsatz: Fritzlars Janina Dreyer (Nummer 25) wirft sich hier in den Zweikampf mit Aldekerks treffsicherer Rechtsaußen Angelina Huppers. © Pressebilder Hahn

Viel Kampf war notwendig, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Unter 25 Toren wollte die Germania das junge und angriffslustige Team von Trainerin Dagmara Kowalska halten. Da bedurfte es guten Leistungen der beiden Torhüterinnen Vanessa Maier und Lea Gürbig, die diesmal jeweils eine Halbzeit lang parierten.

Von Beginn an war’s ein Duell auf Augenhöhe. Der TVA agierte mit einer 5:1-Deckung und Fabienne Huppers als Vorgezogene, die sich der Dienste von SVG-Regisseurin Esther Meyfarth annahm. Die meisten Würfe wagte Fritzlars Halbrechte Melina Horn, die Pech mit Latte (2.) und Pfosten (6.) hatte. Auch deshalb drehte Aldekerk einen 1:3-Rückstand (7., Horn) zu einem ersten 5:4-Vorsprung (13.).

„Wir hatten das Spiel schon im Griff. Aber im Angriff waren wir nicht so effektiv“, machte Cojocar einen Unterschied zu den drei souveränen Erfolgen zuvor aus. Das Kowalska-Team ließ sich nicht abschütteln. Nicht, als den Gästen dreimal der Pfosten im Weg stand. Und nicht, als sich in der Folge Fritzlar auf 9:6 absetzte (24.). Angetrieben von Rechtsaußen Huppers erarbeitete sich der TVA eine 11:10-Halbzeitführung.

Kiwa fügt sich glänzend ein

Auch nach der Pause wechselten sich Vorsprung und Rückstand ab. Bei Aldekerk nahm sich die Halbrechte Svenja Rottwinkel erfolgreich viele Würfe. Als dann Kreisläuferin Lisa Beyer zum 15:15 traf und eine Zeitstrafe gegen Meyfarth zog, wurde es richtig brenzlig. Die Nerven behielten Xenia Ahrend, die zwei wichtige Siebenmeter verwandelte und Maria Kiwa, die nach ihrer Hereinnahme drei Tore mit drei Würfen erzielte.

Auch das 23:20 durch Horn (54.) war noch keine Entscheidung. Aldekerk glich abermals aus, ehe Meyfarth das 24:23 glückte (58.) und ihr Team 70 Sekunden in der Verteidigung meisterte. „Am Ende hat uns eine Idee gefehlt. Schade, dass wir uns für diesen starken Auftritt nicht belohnen konnte“, sagte Kowalska.

Fritzlar: Maier (1. HZ, 8 Paraden/12 Gegentore), Gürbig (2. HZ, 7/11) – Dietrich 2, Bittdorf, Huck 2/2, Ahrend 4/2, Puntschuh 2, Horn 4, Meyfarth 4, Dreyer 2, Kiwa 3, Krüger 1.

Aldekerk: Cengiz (12/20), Leuf (bei zwei 7 m/ab 56. Minute, 1/4) – A. Huppers 7/4, Rütten 1, Kühn 2, F. Huppers 2, Beyer 2, Gilej 1, van Neerven 1, Kern, Löwenthal, Rottwinkel 6/1, Kunert, Bleckmann 1.

SR: Arndt/Schukin. Zuschauer: 150.

Siebenmeter: 5/4:6/5. Zeitstrafen: 6:6-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SVG Fritzlar II sagt Spiel in Walldorf ab

Fritzlar. Das Team der SV Germania Fritzlar II hat aufgrund zu vieler Verletzter die Partie der Handball-Oberliga gegen bei der TGS Walldorf abgesagt. Die Begegnung wird somit 0:0 gewertet, die Punkte gehen an Walldorf.

Steffen Schmude© Richard Kasiewicz

„Wir haben alles versucht, um das Spiel zu verlegen, aber Walldorf hat keinerlei Anstalten gemacht uns in dieser schwierigen Situation entgegen zu kommen“, ärgerte sich Fritzlars Abteilungsleiter Steffen Schmude. Gleich elf Spielerinnen fielen bei den Domstädterinnen verletzungs- oder krankheitsbedingt aus und hatten Sportverbot. Einzig Theresa Werner, Merle Bücker, Paula Bachmann und Nina Suchy wären spielfähig gewesen. „Ich habe die Klassenleiterin kontaktiert und ihr versichert, dass wir nicht spielen werden, da wir kranke Spielerinnen nicht in ein Serienspiel schicken“, erklärte Schmude.

So versuchte die Germania schon am Mittwoch, das Spiel zu verlegen und bot den Walldorfern verschiedene Ausweichtermine sowie den Tausch des Heimspielrechts an. Vergeblich, denn die Gastgeber waren nicht bereit, auf eine Verlegung des Spiels einzugehen.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Richard Kasiewicz

Germania Fritzlar erwartet Top-Talente des TV Aldekerk

Fritzlar. Das wird eine spannende Aufgabe: Der SV Germania Fritzlar hat in der 3. Handball-Liga West den TV Aldekerk zu Gast (So. 17 Uhr, Sporthalle König-Heinrich-Schule).

Und damit ein Team mit fast ausschließlich Eigengewächsen und einem Altersdurchschnitt von nur 21 Jahren. Flankiert von der A-Jugend in der Bundesliga. Was nach einem Juniorteam eines Erstligisten klingt, ist der ATV, der am Sonntag erstmals in Fritzlar gastiert.

Ein starker Rückhalt: Auf Paraden von Vanessa Maier (hier gegen Dortmunds Caroline Müller beim Domstadt-Cup) kommt es für Fritzlar auch gegen den TV Aldekerk an. © Pressebilder Hahn

„Spielerisch erwartet uns ein ähnliches Kaliber wie der BVB II oder Leverkusen II. Das sind top ausgebildete Talente, bei denen die Offensive großgeschrieben wird“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar mit Blick auf den kommenden Gegner. Der Turnverein aus der Gemeinde Kerken nahe Düsseldorf hat sich der Nachwuchsarbeit verschrieben und stellt aktuell 23 Teams, bei den Mädchen (12) und Jungen (11). Zudem mischen jeweils vier Mannschaften im Damen- und Männerbereich mit. Das Aushängeschild des ATV sind mittlerweile die Damen.

Glücksgriff Dagmara Kowalska

2015 gelang den Nordrhein-Westfälinnen ein Glücksgriff mit Dagmara Kowalska. Der 105-fachen Nationalspielerin Polens, die in Deutschland für den VfL Oldenburg, SC Markranstädt und Borussia Dortmund in der Bundesliga spielte. Als B-Lizenz-Inhaberin übernahm die Rückraumspielerin den Trainerposten in der Oberliga, führte Aldekerk direkt zum erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga und aktuell auf den fünften Platz.

Mit den Zwillingen Angelina (49/17-Tore, Rechtsaußen) und Fabienne Huppers (19/6, Spielmacherin) sowie den weiteren Rückraumspielerinnen Pia Kühn (32), Svenja Rottwinkel (27/4), Lisa Kunert (25) und Jaqueline Gilej (17) versprüht der TVA viel Torgefahr. In den jüngsten sieben Partien gelangen dem Kowalska-Team jeweils mindestens 27 Treffer. Zuletzt gab es sogar einen 38:22-Kantersieg gegen den BVB II. Diese Leistung gilt es nun im Verfolgerduell in der Domstadt zu bestätigen: „Fritzlar spielt sehr schnell und dynamisch, ist als Mannschaft komplett. Aber wir nehmen die Boxhandschuhe mit und den Kampf an“, betont die Trainerin, der personell bis auf die Langzeitverletzte Lena Heimes (im Aufbau nach doppeltem Arm-Bruch) aus dem Vollen schöpfen kann.

Auf der Gegenseite baut Cojocar auf das Team, das zuletzt beim 25:15 in Köln und 32:19 gegen Garrel zurück zu alter (Abwehr-) Stärke gefunden hat. Auch die angeschlagenen Melina Horn (Grippe) und Vanessa Maier (Rückenbeschwerden) dürften dabei sein. „Die Einstellung von Vanessa ist bemerkenswert, weil sie sich seit drei Wochen mit Schmerzen quält“, lobt der Coach die Torfrau, die neben ihren Paraden die langen Pässe drauf hat. Und so das eigene Tempospiel mit der formstarken Bibiana Huck und Lena Dietrich forcieren kann. Ganz im Sinne Cojocars, der der jugendlichen Unbekümmertheit des ATV mit noch mehr Schnelligkeit begegnen möchte.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SVG angeschlagen und chancenlos beim 24:38

Fritzlar. Erneut mussten die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II eine heftige Niederlage verkraften. Nach dem 23:40 gegen Kriftel setzte es gegen die HSG Bensheim/Auerbach II diesmal eine 24:38 (12:19) Heimpleite.

„Wir machen einfach zu viele technische Fehler und laufen dann in Konter“, erklärte SVG-Trainer Gunnar Kliesch. Dazu kam, dass die Mehrzahl der Fritzlarer Spielerinnen angeschlagen in die Partie ging.

Jana Hoppe© Pressebilder Hahn

Eigentlich sollte das Spiel gar nicht stattfinden. „Wir wollten das Spiel verlegen, aber der Hessische Handball Verband hat dies abgelehnt“, sagte der Coach der Domstädterinnen. Auch die Gäste ärgerten sich laut HSG-Trainerin Maike Rädge über diese Entscheidung: „Wir haben am Freitag die Anfrage zum Verlegen bekommen und sofort zugestimmt, weil wir auch einige Personalprobleme hatten.“ Der Verband lehnte die Verlegung aber ab, weil die beiden Teams erst in der Rückrunde einen geeigneten Termin für das Nachholspiel gefunden hatten.

Trotz des Fehlens von Torjägerin Johanna Fischer (Rippenprellung) hatte die Kliesch-Sieben einen guten Start und kam durch Spielmacherin Jana Hoppe (6 Tore) und Rechtsaußen Nina Albus (7) zu erfolgreichen Abschlüssen. So war die Partie beim 7:8 in der 15. Minute noch völlig offen. Dann lud der Aufsteiger die Gäste mit vielen Fehlern im Angriff zu Tempogegenstößen ein. Besonders HSG-Mittelfrau Nina Rädge ließ sich nicht lange bitten und die HSG zog bis zur Halbzeit auf 18:13 davon. Nach der Pause machte das Rädge-Team dann schnell alles klar.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar feiert mühelosen Kantersieg

Fritzlar. Start-Ziel-Sieg für den SV Germania Fritzlar: Gegen Neuling BV Garrel feierten die Domstädterinnen in der 3. Handball-Liga West ein nie gefährdetes 32:19 (14:10) gegen den BV Garrel.

Und festigten mit dem dritten Erfolg in Serie den zweiten Tabellenplatz. „Unsere Abwehr stand 60 Minuten sehr solide und im Tor hatten wir ein großes Plus“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar. Vanessa Maier hatte nämlich einen Sahnetag erwischt und trieb die Gäste mit insgesamt 16 Paraden zur Verzweiflung. Nur im Angriff stockte es zu Beginn etwas.

Auch vom Punkt erfolgreich: Fritzlars Kreisläufern Luisa Krüger trifft hier per Siebenmeter zum 9:7. Da staunt Garrels Sarah Weiland (links) nicht schlecht, während Melina Horn die Szene im Hintergrund verfolgt. © Pressebilder Hahn

Immerhin: Nachdem die Germania in den vergangenen drei Spielen stets einem Rückstand hinterherrennen musste, legten die Gastgeberinnen über 2:0 (3.) und 4:2 (7.) stets eine Führung vor. Im Mittelblock harmonierten Esther Meyfarth und Janina Dreyer prächtig. Daneben verdiente sich auf halbrechts in der Deckung Luisa Krüger erneut eine gute Note. Die 17-Jährige durfte sich erstmals von Beginn an beweisen, rechtfertigte das Vertrauen mit vier blitzsauberen Treffer und holte einen Siebenmeter heraus.

Apropos Siebenmeter: Nachdem die etatmäßigen und sonst so sicheren Schützinnen Bibiana Huck (4.) und Meyfarth (18.) an Torfrau Stefanie Jandt gescheitert waren, wagte sich Krüger als Dritte an den Punkt – und traf nervenstark zum 9:7 (22.). Das war richtungsweisend, denn die Gäste hielten sich auch ohne die angeschlagene Spielertrainerin Renee Verschuren lange tapfer. Bis zum 13:10 (30.) war Garrel dran, nachdem Lisa Noack eine Harpune von Jandt veredelt hatte.

Drei entscheidende Treffer

Die folgenden drei Treffer waren dann entscheidend: Erst ging der letzte Wurf vor der Pause von Meyfarth glücklich ins Netz. Dann zeigte Krüger Klasse, setzte sich nach einem feinen Zuspiel der Regisseurin gegen den Mittelblock mit Sarah Weiland sowie Johanne Fette durch und ließ 16 Sekunden nach Wiederanpfiff das 15:10 folgen. Eine überragende Fußparade Maiers gegen Noack (33.) und ein weiteres Tor von Lena Dietrich zum 16:10 später war der Widerstand der Gäste gebrochen.

„Wir haben danach das Handballspielen eingestellt. Die Köpfe gingen runter“, haderte Verschuren. Fritzlar hatte nun sichtlich Spaß. Selbst in Unterzahl. Bei drei Zeitstrafen gegen sich gelangen dem SVG fünf Treffer. Hellwach war etwa Xenia Ahrend, die den langsamen Torwartwechsel von Jandt zu Stefanie Aumann bestrafte und zum 20:11 in den verwaisten Kasten traf (40.). Auch die Zweitjüngste im Team bekam noch ihre Chance: Nele Bittdorf, die sich auf der Mitte nahtlos einfügte und gleich dreimal erfolgreich war.

Fritzlar: Maier (16 Paraden/12 Gegentore), Gürbig (3/7) – Dreyer, Dietrich 6, Bittdorf 3, Huck 7, Ahrend 3/1, Puntschuh 1, Horn 2, Meyfarth 5/1, Kiwa 1, Krüger 4/1.

Garrel: Aumann (1/7), Jandt (5/19), Thoben-Göken (5/19) – Noack 4, Fragge 5/4, Lötgering 2, Rühling 1, Fette 1, Osterthun 1, Schulte 4, Meyer 1, Weiland.

SR: Hochstein/Wiedenmann. Zuschauer: 210.

Siebenmeter: 6/4:5/4. Zeitstrafen: 6:6-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar favorisiert gegen BV Garrel

Fritzlar. Jammern ist ein Begriff, der im Wortschatz von Coach Lucky Cojocar nicht vorkommt. Das ist gut für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, denn in der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den BV Garrel (So. 17 Uhr, Sporthalle König-Heinrich-Schule) lief es nicht nach Wunsch.

„Ich arbeite immer lösungsorientiert, nicht problemorientiert“, betont Cojocar, dem am Dienstag im Training nur acht Spielerinnen zur Verfügung standen. Neben der Langzeitverletzten Anna Holeczy, die nach einer Operation nun eine Platte mit sieben Schrauben in der Hand hat, fällt jetzt Vilte Dukauskaite bis zum Jahresende aus (Muskelfaserriss in der Wade). Jeweils eine Einheit verpassten die Torhüterinnen Vanessa Mayer und Lea Gürbig aus beruflichen Gründen. Hier half immerhin Katja Zeller aus der Reserve aus.

Hinein ins Vergnügen: Hannah Puntschuh (am Ball), hier vor Eddersheims Links: Lena Thoß, peilt mit dem SV Germania Fritzlar einen Heimsieg gegen den BV Garrel an. © Pressebilder Hahn

Fragezeichen stehen zudem hinter den Einsätzen der Rückraumspielerinnen Esther Meyfarth und Janina Dreyer, die grippegeschwächt pausieren mussten. Somit winken Maria Kiwa auf Halblinks und im Mittelblock mehr Einsatzzeiten. Die 22-Jährige, die 2017 vom Oberligisten HSG Zwehren/Kassel kam, hat Selbstvertrauen getankt. Beim 25:15 in Köln gelangen der Nummer 28 zwei Treffer. Einer davon mit Übersicht ins leere Tor, als der FC mit der siebten Feldspielerin angriff.

Wichtig für die Germania, dass die erfahrene Kreisläuferin Hannah Puntschuh voll auf dem Damm ist, nachdem sie in der Schlussphase in Köln einen Schlag auf den Kopf bekam. Die zweite Kreisläuferin, die 17-jährige Luisa Krüger, hat sich in der 5:1-Deckung als Vorgezogene etabliert. Und misst sich nun mit einer bundesliga-erprobten Kraft.

Erstklassig erfahrene Spielertrainerin

Denn bei Aufsteiger Garrel ist seit dieser Saison Renee Verschuren als Spielertrainerin tätig. Die 33-Jährige hat für den SVG Celle und Bayer Leverkusen von 2008 bis 2017 erst- und zweitklassig sowie im Europapokal gespielt und gibt nun von Halblinks die Richtung vor. Allerdings erst im Laufe des Spiels, weil die B-Lizenz-Inhaberin das Geschehen zunächst von der Bank aus verfolgt, um besser reagieren zu können. Eine Stammkraft ist Merle Osterhun auf Halbrechts, deren Schwester Nele bei Zweitligist Werder Bremen spielt und die wie einige aus dem Team des Ballvereins beim benachbarten Bundesligisten VfL Oldenburg im Nachwuchsbereich reifte.

Nach zehn Jahren in der vierten Liga baut Garrel auf einen ausgeglichenen Kader, ist allerdings ernüchtert, weil noch ohne Sieg. Bei den jüngsten Unentschieden gegen Oldenburg II (24:24) und Bonn (21:21) verspielte der BV jeweils eine Vorsprung von bis zu sechs Toren. „Wir waren mehrmals dicht dran und haben das Potenzial, die Klasse zu halten. Allerdings fehlt uns die Erfahrung in der 3. Liga“, betont Verschuren, die wie einige Mitspielerinnen zuletzt etwas erkältet war. Auch sie jammert nicht und sagt: „Wir können frei aufspielen.“

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Oberliga: Kliesch-Team gegen Bensheim II

Fritzlar. Die Vorzeichen vor der Partie des SV Germania Fritzlar II gegen die Bundesliga-Reserve der HSG Bensheim/Auerbach (So. 14.30 Uhr, Sporthalle der KHS) in der Handball-Oberliga sind alles andere als gut.

„Die Grippewelle hat uns voll erwischt“, sagt SVG-Coach Gunnar Kliesch. Am Mittwoch musste sogar das Training abgesagt werden. Zudem haben die Domstädterinnen das 23:40-Dabakel gegen Tabellenführer HSG Rodgau Nieder-Roden in den Knochen.

Dennoch sieht Kliesch dem Spiel mit hohen Erwartungen entgegen: „Wir haben die schwache Leistung aus dem Rodgau-Spiel aufgearbeitet.“ Vor allem die Einstellung während der Niederlage stört den Übungsleiter. Doch er ist sich sicher: „Am Sonntag wird eine ganz andere Germania an den Start gehen.“ Trotzdem erwartet die Domstädterinnen im Duell der beiden Aufsteiger keine leichte Aufgabe. Bensheim stellt eine sehr ausgeglichene Mannschaft, die vor allem von ihrer Schnelligkeit lebt.

Der treffsichere Rückraum um Nina Rädge (3 Tore), Ingrid Bartaseviciene (24) und Marie Schmidt (22) ist besonders über die zweite Welle nur schwer zu stoppen. Hier braucht die SVG-Defensive um Johanna Fischer und Alina Küster ein schnelles Rückzugsverhalten, um einfache Gegentore zu verhindern. In der Offensive muss die Germania die technischen Fehle abstellen, die die Gegner zuletzt zu einfachen Kontern einlud. Zudem müssen Maxie Hauschild und Co.

Mehr Spielwitz an den Tag legen und dürfen nicht nur auf die Klasse von Fischer vertrauen. Hier sind vor allem Theresa Werner und Hanna Grothnes gefragt anstelle der etatmäßigen Regisseurin Jana Hoppe (Knieverletzung) gefragt.

HNA Print /// Moritz Minhöfer

23:40 gegen Rodgau: Debakel für SV Germania Fritzlar II

Fritzlar. Das ist ein heftiger Rückschlag: Mit 23:40 (12:19) unterlagen die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II dem Tabellenzweiten HSG Rogau Nieder-Roden.

„Wir haben das Spiel zu keinem Zeitpunkt angenommen. Das war ein absolut enttäuschender Auftritt“, war SVG-Coach Gunnar Kliesch sichtlich geschockt ob des blutleeren Auftritts seiner Mannschaft. „Man kann gegen Rodgau verlieren, aber nicht so“, sagte der Trainer weiter.

Das Ziel im Blick: Fritzlars Rechtsaußen Nina Albus (am Ball) war mit ihren sechs Toren einer der wenigen Lichtblicke bei der 23:40-Niederlage der SVG-Reserve gegen Rodgau. © Pressebilder Hahn

Schon nach 15 Minuten lagen die Domstädterinnen mit 4:10 im Hintertreffen und auch in der Folge waren die Gäste das bestimmende Team. Das lag vor allem an der überragenden Jana Menge. Allein in den ersten zehn Minuten entschärfte die Schlussfrau sieben, teils vollkommen offene Würfe. Am Ende hatte die bärenstarke Torhüterin 21 Paraden bei nur 50 Minuten Spielzeit auf ihrem Konto.

So liefen die Gäste immer wieder Gegenstöße über die Außen Anna Bretz (8 Tore) und Melda Portakal (6) und der Vorsprung wuchs über 13:6 (18. Minute) auf 15:6 (21.) an. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kliesch schon zwei Auszeiten genommen und vergeblich versucht sein Team wachzurütteln.

Nur Fischer und Albus treffsicher

Mehrere Einzelaktionen von Rückraumspielerin Johanna Fischer (8) sowie von Rechtsaußen Nina Albus (6) verkürzten den Rückstand vor der Pause wieder auf sieben Zähler. Doch auch nach dem Seitenwechsel ging kein Ruck mehr durch die Domstädterinnen und der Gegner wurde durch technische Fehler und unvorbereitete Abschlüsse immer wieder zu einfachen Kontertoren eingeladen. „Heute hat keine Spielerin mit Ausnahme der Torfrauen Normalform gezeigt“, ärgerte sich Kliesch. Denn ohne den Rückhalt von Luisa Fischmann (9 Paraden) hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können.

Fritzlar: Fischmann (9 Paraden/25 Gegentore), Suchy (2 P/15 G); Hauschild 1, Küster 2, Alter, Naumann, Fischer 8, Grothnes 2, Albus 6/3, Bachmann 1, Hoppe, Puda 1, Werner 1, Bücker 1.

Rodgau: Menge (21 P/20 G), Kretzschmer (0 P/4 G); Gotta 1/1, Brodbeck 3, Bretz 8, Portakal 6, L. Keller, Subay 1, Ebert 7/4, K. Keller 4, Stöhrer, Göbel 1, Hess 4, Heßler 5. SR: Kerth/Knodt (Erfelden).

Siebenmeter: 3/3:6/5. Zeitstrafen: 12:4-Min.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

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