Böddiger ist im Derby leicht favorisiert

Felsberg – Es knistert wieder in der Felsberger Stadtsporthalle. Denn das Derby zwischen dem TSV Eintracht Böddiger und dem SV Germania Fritzlar II (Sa. 17 Uhr) lockt.

Wirbelwind auf dem rechten Flügel: TSV-Linkshänderin Sophie Wagner ist vor allem im Tempogegenstoß kaum zu bremsen.© Richard Kasiewicz

Seit dem 39:33-Erfolg im Hinspiel gewannen die Domstädterinnen keine Partie mehr. Bei einer Pleite dürfte der Abstieg fast nicht mehr zu verhindern sein, während Böddiger mit einem Sieg den Anschluss ans Mittelfeld schaffen kann

Tor

Mit der erfahrenen Katja Frommann und der jungen Denise Dippel besitzt die Eintracht ein Torhütergespann, das sich bestens ergänzt, aber häufig zu unbeständig agiert. Aber auch Fritzlar ist mit Luisa Fischmann und der talentierten Nina Suchy sehr gut aufgestellt. Kleiner Vorteil Fritzlar

Außen

Mit Nina Albus und Merle Bücker stehen SVG-Coach Gunnar Kliesch zwei gute Außen zur Verfügung. Während Bücker auch im Gegenstoß Akzente setzt, ist Albus vor allem aus dem Positionsangriff gefährlich. Böddiger ist auf den Flügeln variabler aufgestellt. Weiterhin sind Sophie Wagner, Filiz Eren und die bundesliga-erfahrene Kathleen Nepolsky deutlich dynamischer als die Fritzlarer Flügelzange. Vorteil Böddiger

Rückraum

Die personellen Möglichkeiten von Eintracht-Trainerin Lena Hildebrandt im Rückraum sind limitiert. Hier ragen vor allem die reaktivierte Christin Schene und Torjägerin Anne Kühlborn hervor. Ebenso wichtig ist Spielmacherin Sabrina Weiß. Individuell hat Fritzlar Nachteile, ist aber deutlich breiter besetzt. Wichtige Aktivposten sind Regisseurin Hannah Grothnes und die wurfgewaltigen Maxie Hauschild. Der Ausfall von Jana Hoppe (Knie) und Johanna Fischer (schwanger) schmerzt. Kleiner Vorteil Böddiger

Kreisläufer

Mit Alina Küster haben die Domstädterinnen eine starke Kreisläuferin. Zudem konnte Kliesch zuletzt auf die Unterstützung von Luisa Krüger aus dem Drittliga-Team bauen. Bei Böddiger ist Nora Minhöfer auf sich allein gestellt, Sina Dieling (krank) fehlt.Vorteil Fritzlar

Abwehr

Die Defensive zählt nicht zu den Stärken beider Teams. Mit 451 Gegentoren stellt Fritzlar die schlechteste Abwehr der Liga, knapp gefolgt von der Eintracht, die 442 Gegentore kassierte. Ausgeglichen

Angriff

Ohne die Leistungsträgerinnen Fischer und Hoppe fehlt der SVG-Offensive die Durchschlagskraft. Die Felsbergerinnen hingegen stellen den viertbesten Angriff der Liga, vor allem Kühlborn und Schene sind kaum zu bremsen. Zudem läuft der Gegenstoß über die schnellen Außen. Vorteil Böddiger

Prognose: In eigener Halle behält Böddiger die Oberhand und gewinnt 31:26.

HNA Online /// MM /// Foto: Richard Kasiewicz