Germania Fritzlar erwartet Top-Talente des TV Aldekerk

Fritzlar. Das wird eine spannende Aufgabe: Der SV Germania Fritzlar hat in der 3. Handball-Liga West den TV Aldekerk zu Gast (So. 17 Uhr, Sporthalle König-Heinrich-Schule).

Und damit ein Team mit fast ausschließlich Eigengewächsen und einem Altersdurchschnitt von nur 21 Jahren. Flankiert von der A-Jugend in der Bundesliga. Was nach einem Juniorteam eines Erstligisten klingt, ist der ATV, der am Sonntag erstmals in Fritzlar gastiert.

Ein starker Rückhalt: Auf Paraden von Vanessa Maier (hier gegen Dortmunds Caroline Müller beim Domstadt-Cup) kommt es für Fritzlar auch gegen den TV Aldekerk an. © Pressebilder Hahn

„Spielerisch erwartet uns ein ähnliches Kaliber wie der BVB II oder Leverkusen II. Das sind top ausgebildete Talente, bei denen die Offensive großgeschrieben wird“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar mit Blick auf den kommenden Gegner. Der Turnverein aus der Gemeinde Kerken nahe Düsseldorf hat sich der Nachwuchsarbeit verschrieben und stellt aktuell 23 Teams, bei den Mädchen (12) und Jungen (11). Zudem mischen jeweils vier Mannschaften im Damen- und Männerbereich mit. Das Aushängeschild des ATV sind mittlerweile die Damen.

Glücksgriff Dagmara Kowalska

2015 gelang den Nordrhein-Westfälinnen ein Glücksgriff mit Dagmara Kowalska. Der 105-fachen Nationalspielerin Polens, die in Deutschland für den VfL Oldenburg, SC Markranstädt und Borussia Dortmund in der Bundesliga spielte. Als B-Lizenz-Inhaberin übernahm die Rückraumspielerin den Trainerposten in der Oberliga, führte Aldekerk direkt zum erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga und aktuell auf den fünften Platz.

Mit den Zwillingen Angelina (49/17-Tore, Rechtsaußen) und Fabienne Huppers (19/6, Spielmacherin) sowie den weiteren Rückraumspielerinnen Pia Kühn (32), Svenja Rottwinkel (27/4), Lisa Kunert (25) und Jaqueline Gilej (17) versprüht der TVA viel Torgefahr. In den jüngsten sieben Partien gelangen dem Kowalska-Team jeweils mindestens 27 Treffer. Zuletzt gab es sogar einen 38:22-Kantersieg gegen den BVB II. Diese Leistung gilt es nun im Verfolgerduell in der Domstadt zu bestätigen: „Fritzlar spielt sehr schnell und dynamisch, ist als Mannschaft komplett. Aber wir nehmen die Boxhandschuhe mit und den Kampf an“, betont die Trainerin, der personell bis auf die Langzeitverletzte Lena Heimes (im Aufbau nach doppeltem Arm-Bruch) aus dem Vollen schöpfen kann.

Auf der Gegenseite baut Cojocar auf das Team, das zuletzt beim 25:15 in Köln und 32:19 gegen Garrel zurück zu alter (Abwehr-) Stärke gefunden hat. Auch die angeschlagenen Melina Horn (Grippe) und Vanessa Maier (Rückenbeschwerden) dürften dabei sein. „Die Einstellung von Vanessa ist bemerkenswert, weil sie sich seit drei Wochen mit Schmerzen quält“, lobt der Coach die Torfrau, die neben ihren Paraden die langen Pässe drauf hat. Und so das eigene Tempospiel mit der formstarken Bibiana Huck und Lena Dietrich forcieren kann. Ganz im Sinne Cojocars, der der jugendlichen Unbekümmertheit des ATV mit noch mehr Schnelligkeit begegnen möchte.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SVG angeschlagen und chancenlos beim 24:38

Fritzlar. Erneut mussten die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II eine heftige Niederlage verkraften. Nach dem 23:40 gegen Kriftel setzte es gegen die HSG Bensheim/Auerbach II diesmal eine 24:38 (12:19) Heimpleite.

„Wir machen einfach zu viele technische Fehler und laufen dann in Konter“, erklärte SVG-Trainer Gunnar Kliesch. Dazu kam, dass die Mehrzahl der Fritzlarer Spielerinnen angeschlagen in die Partie ging.

Jana Hoppe© Pressebilder Hahn

Eigentlich sollte das Spiel gar nicht stattfinden. „Wir wollten das Spiel verlegen, aber der Hessische Handball Verband hat dies abgelehnt“, sagte der Coach der Domstädterinnen. Auch die Gäste ärgerten sich laut HSG-Trainerin Maike Rädge über diese Entscheidung: „Wir haben am Freitag die Anfrage zum Verlegen bekommen und sofort zugestimmt, weil wir auch einige Personalprobleme hatten.“ Der Verband lehnte die Verlegung aber ab, weil die beiden Teams erst in der Rückrunde einen geeigneten Termin für das Nachholspiel gefunden hatten.

Trotz des Fehlens von Torjägerin Johanna Fischer (Rippenprellung) hatte die Kliesch-Sieben einen guten Start und kam durch Spielmacherin Jana Hoppe (6 Tore) und Rechtsaußen Nina Albus (7) zu erfolgreichen Abschlüssen. So war die Partie beim 7:8 in der 15. Minute noch völlig offen. Dann lud der Aufsteiger die Gäste mit vielen Fehlern im Angriff zu Tempogegenstößen ein. Besonders HSG-Mittelfrau Nina Rädge ließ sich nicht lange bitten und die HSG zog bis zur Halbzeit auf 18:13 davon. Nach der Pause machte das Rädge-Team dann schnell alles klar.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar feiert mühelosen Kantersieg

Fritzlar. Start-Ziel-Sieg für den SV Germania Fritzlar: Gegen Neuling BV Garrel feierten die Domstädterinnen in der 3. Handball-Liga West ein nie gefährdetes 32:19 (14:10) gegen den BV Garrel.

Und festigten mit dem dritten Erfolg in Serie den zweiten Tabellenplatz. „Unsere Abwehr stand 60 Minuten sehr solide und im Tor hatten wir ein großes Plus“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar. Vanessa Maier hatte nämlich einen Sahnetag erwischt und trieb die Gäste mit insgesamt 16 Paraden zur Verzweiflung. Nur im Angriff stockte es zu Beginn etwas.

Auch vom Punkt erfolgreich: Fritzlars Kreisläufern Luisa Krüger trifft hier per Siebenmeter zum 9:7. Da staunt Garrels Sarah Weiland (links) nicht schlecht, während Melina Horn die Szene im Hintergrund verfolgt. © Pressebilder Hahn

Immerhin: Nachdem die Germania in den vergangenen drei Spielen stets einem Rückstand hinterherrennen musste, legten die Gastgeberinnen über 2:0 (3.) und 4:2 (7.) stets eine Führung vor. Im Mittelblock harmonierten Esther Meyfarth und Janina Dreyer prächtig. Daneben verdiente sich auf halbrechts in der Deckung Luisa Krüger erneut eine gute Note. Die 17-Jährige durfte sich erstmals von Beginn an beweisen, rechtfertigte das Vertrauen mit vier blitzsauberen Treffer und holte einen Siebenmeter heraus.

Apropos Siebenmeter: Nachdem die etatmäßigen und sonst so sicheren Schützinnen Bibiana Huck (4.) und Meyfarth (18.) an Torfrau Stefanie Jandt gescheitert waren, wagte sich Krüger als Dritte an den Punkt – und traf nervenstark zum 9:7 (22.). Das war richtungsweisend, denn die Gäste hielten sich auch ohne die angeschlagene Spielertrainerin Renee Verschuren lange tapfer. Bis zum 13:10 (30.) war Garrel dran, nachdem Lisa Noack eine Harpune von Jandt veredelt hatte.

Drei entscheidende Treffer

Die folgenden drei Treffer waren dann entscheidend: Erst ging der letzte Wurf vor der Pause von Meyfarth glücklich ins Netz. Dann zeigte Krüger Klasse, setzte sich nach einem feinen Zuspiel der Regisseurin gegen den Mittelblock mit Sarah Weiland sowie Johanne Fette durch und ließ 16 Sekunden nach Wiederanpfiff das 15:10 folgen. Eine überragende Fußparade Maiers gegen Noack (33.) und ein weiteres Tor von Lena Dietrich zum 16:10 später war der Widerstand der Gäste gebrochen.

„Wir haben danach das Handballspielen eingestellt. Die Köpfe gingen runter“, haderte Verschuren. Fritzlar hatte nun sichtlich Spaß. Selbst in Unterzahl. Bei drei Zeitstrafen gegen sich gelangen dem SVG fünf Treffer. Hellwach war etwa Xenia Ahrend, die den langsamen Torwartwechsel von Jandt zu Stefanie Aumann bestrafte und zum 20:11 in den verwaisten Kasten traf (40.). Auch die Zweitjüngste im Team bekam noch ihre Chance: Nele Bittdorf, die sich auf der Mitte nahtlos einfügte und gleich dreimal erfolgreich war.

Fritzlar: Maier (16 Paraden/12 Gegentore), Gürbig (3/7) – Dreyer, Dietrich 6, Bittdorf 3, Huck 7, Ahrend 3/1, Puntschuh 1, Horn 2, Meyfarth 5/1, Kiwa 1, Krüger 4/1.

Garrel: Aumann (1/7), Jandt (5/19), Thoben-Göken (5/19) – Noack 4, Fragge 5/4, Lötgering 2, Rühling 1, Fette 1, Osterthun 1, Schulte 4, Meyer 1, Weiland.

SR: Hochstein/Wiedenmann. Zuschauer: 210.

Siebenmeter: 6/4:5/4. Zeitstrafen: 6:6-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar favorisiert gegen BV Garrel

Fritzlar. Jammern ist ein Begriff, der im Wortschatz von Coach Lucky Cojocar nicht vorkommt. Das ist gut für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar, denn in der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den BV Garrel (So. 17 Uhr, Sporthalle König-Heinrich-Schule) lief es nicht nach Wunsch.

„Ich arbeite immer lösungsorientiert, nicht problemorientiert“, betont Cojocar, dem am Dienstag im Training nur acht Spielerinnen zur Verfügung standen. Neben der Langzeitverletzten Anna Holeczy, die nach einer Operation nun eine Platte mit sieben Schrauben in der Hand hat, fällt jetzt Vilte Dukauskaite bis zum Jahresende aus (Muskelfaserriss in der Wade). Jeweils eine Einheit verpassten die Torhüterinnen Vanessa Mayer und Lea Gürbig aus beruflichen Gründen. Hier half immerhin Katja Zeller aus der Reserve aus.

Hinein ins Vergnügen: Hannah Puntschuh (am Ball), hier vor Eddersheims Links: Lena Thoß, peilt mit dem SV Germania Fritzlar einen Heimsieg gegen den BV Garrel an. © Pressebilder Hahn

Fragezeichen stehen zudem hinter den Einsätzen der Rückraumspielerinnen Esther Meyfarth und Janina Dreyer, die grippegeschwächt pausieren mussten. Somit winken Maria Kiwa auf Halblinks und im Mittelblock mehr Einsatzzeiten. Die 22-Jährige, die 2017 vom Oberligisten HSG Zwehren/Kassel kam, hat Selbstvertrauen getankt. Beim 25:15 in Köln gelangen der Nummer 28 zwei Treffer. Einer davon mit Übersicht ins leere Tor, als der FC mit der siebten Feldspielerin angriff.

Wichtig für die Germania, dass die erfahrene Kreisläuferin Hannah Puntschuh voll auf dem Damm ist, nachdem sie in der Schlussphase in Köln einen Schlag auf den Kopf bekam. Die zweite Kreisläuferin, die 17-jährige Luisa Krüger, hat sich in der 5:1-Deckung als Vorgezogene etabliert. Und misst sich nun mit einer bundesliga-erprobten Kraft.

Erstklassig erfahrene Spielertrainerin

Denn bei Aufsteiger Garrel ist seit dieser Saison Renee Verschuren als Spielertrainerin tätig. Die 33-Jährige hat für den SVG Celle und Bayer Leverkusen von 2008 bis 2017 erst- und zweitklassig sowie im Europapokal gespielt und gibt nun von Halblinks die Richtung vor. Allerdings erst im Laufe des Spiels, weil die B-Lizenz-Inhaberin das Geschehen zunächst von der Bank aus verfolgt, um besser reagieren zu können. Eine Stammkraft ist Merle Osterhun auf Halbrechts, deren Schwester Nele bei Zweitligist Werder Bremen spielt und die wie einige aus dem Team des Ballvereins beim benachbarten Bundesligisten VfL Oldenburg im Nachwuchsbereich reifte.

Nach zehn Jahren in der vierten Liga baut Garrel auf einen ausgeglichenen Kader, ist allerdings ernüchtert, weil noch ohne Sieg. Bei den jüngsten Unentschieden gegen Oldenburg II (24:24) und Bonn (21:21) verspielte der BV jeweils eine Vorsprung von bis zu sechs Toren. „Wir waren mehrmals dicht dran und haben das Potenzial, die Klasse zu halten. Allerdings fehlt uns die Erfahrung in der 3. Liga“, betont Verschuren, die wie einige Mitspielerinnen zuletzt etwas erkältet war. Auch sie jammert nicht und sagt: „Wir können frei aufspielen.“

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

Oberliga: Kliesch-Team gegen Bensheim II

Fritzlar. Die Vorzeichen vor der Partie des SV Germania Fritzlar II gegen die Bundesliga-Reserve der HSG Bensheim/Auerbach (So. 14.30 Uhr, Sporthalle der KHS) in der Handball-Oberliga sind alles andere als gut.

„Die Grippewelle hat uns voll erwischt“, sagt SVG-Coach Gunnar Kliesch. Am Mittwoch musste sogar das Training abgesagt werden. Zudem haben die Domstädterinnen das 23:40-Dabakel gegen Tabellenführer HSG Rodgau Nieder-Roden in den Knochen.

Dennoch sieht Kliesch dem Spiel mit hohen Erwartungen entgegen: „Wir haben die schwache Leistung aus dem Rodgau-Spiel aufgearbeitet.“ Vor allem die Einstellung während der Niederlage stört den Übungsleiter. Doch er ist sich sicher: „Am Sonntag wird eine ganz andere Germania an den Start gehen.“ Trotzdem erwartet die Domstädterinnen im Duell der beiden Aufsteiger keine leichte Aufgabe. Bensheim stellt eine sehr ausgeglichene Mannschaft, die vor allem von ihrer Schnelligkeit lebt.

Der treffsichere Rückraum um Nina Rädge (3 Tore), Ingrid Bartaseviciene (24) und Marie Schmidt (22) ist besonders über die zweite Welle nur schwer zu stoppen. Hier braucht die SVG-Defensive um Johanna Fischer und Alina Küster ein schnelles Rückzugsverhalten, um einfache Gegentore zu verhindern. In der Offensive muss die Germania die technischen Fehle abstellen, die die Gegner zuletzt zu einfachen Kontern einlud. Zudem müssen Maxie Hauschild und Co.

Mehr Spielwitz an den Tag legen und dürfen nicht nur auf die Klasse von Fischer vertrauen. Hier sind vor allem Theresa Werner und Hanna Grothnes gefragt anstelle der etatmäßigen Regisseurin Jana Hoppe (Knieverletzung) gefragt.

HNA Print /// Moritz Minhöfer

23:40 gegen Rodgau: Debakel für SV Germania Fritzlar II

Fritzlar. Das ist ein heftiger Rückschlag: Mit 23:40 (12:19) unterlagen die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II dem Tabellenzweiten HSG Rogau Nieder-Roden.

„Wir haben das Spiel zu keinem Zeitpunkt angenommen. Das war ein absolut enttäuschender Auftritt“, war SVG-Coach Gunnar Kliesch sichtlich geschockt ob des blutleeren Auftritts seiner Mannschaft. „Man kann gegen Rodgau verlieren, aber nicht so“, sagte der Trainer weiter.

Das Ziel im Blick: Fritzlars Rechtsaußen Nina Albus (am Ball) war mit ihren sechs Toren einer der wenigen Lichtblicke bei der 23:40-Niederlage der SVG-Reserve gegen Rodgau. © Pressebilder Hahn

Schon nach 15 Minuten lagen die Domstädterinnen mit 4:10 im Hintertreffen und auch in der Folge waren die Gäste das bestimmende Team. Das lag vor allem an der überragenden Jana Menge. Allein in den ersten zehn Minuten entschärfte die Schlussfrau sieben, teils vollkommen offene Würfe. Am Ende hatte die bärenstarke Torhüterin 21 Paraden bei nur 50 Minuten Spielzeit auf ihrem Konto.

So liefen die Gäste immer wieder Gegenstöße über die Außen Anna Bretz (8 Tore) und Melda Portakal (6) und der Vorsprung wuchs über 13:6 (18. Minute) auf 15:6 (21.) an. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kliesch schon zwei Auszeiten genommen und vergeblich versucht sein Team wachzurütteln.

Nur Fischer und Albus treffsicher

Mehrere Einzelaktionen von Rückraumspielerin Johanna Fischer (8) sowie von Rechtsaußen Nina Albus (6) verkürzten den Rückstand vor der Pause wieder auf sieben Zähler. Doch auch nach dem Seitenwechsel ging kein Ruck mehr durch die Domstädterinnen und der Gegner wurde durch technische Fehler und unvorbereitete Abschlüsse immer wieder zu einfachen Kontertoren eingeladen. „Heute hat keine Spielerin mit Ausnahme der Torfrauen Normalform gezeigt“, ärgerte sich Kliesch. Denn ohne den Rückhalt von Luisa Fischmann (9 Paraden) hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können.

Fritzlar: Fischmann (9 Paraden/25 Gegentore), Suchy (2 P/15 G); Hauschild 1, Küster 2, Alter, Naumann, Fischer 8, Grothnes 2, Albus 6/3, Bachmann 1, Hoppe, Puda 1, Werner 1, Bücker 1.

Rodgau: Menge (21 P/20 G), Kretzschmer (0 P/4 G); Gotta 1/1, Brodbeck 3, Bretz 8, Portakal 6, L. Keller, Subay 1, Ebert 7/4, K. Keller 4, Stöhrer, Göbel 1, Hess 4, Heßler 5. SR: Kerth/Knodt (Erfelden).

Siebenmeter: 3/3:6/5. Zeitstrafen: 12:4-Min.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar zeigt kein Pardon beim 25:15 in Köln

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben so wenige Gegentore wie zuletzt beim 31:14 in Kriftel (15. Oktober 2017) kassiert und mit 25:15 (11:8) beim 1. FC Köln gewonnen.

Der höchste Saisonsieg ist allerdings ungleich wertvoller, weil der Gegner – wenn auch ersatzgeschwächt – der amtierende Vizemeister ist und Fritzlar kurzfristig umplanen musste. Vilte Duknauskaite hatte sich im Abschlusstraining an der Wade verletzt und muss heute zum Arzt. Somit drohte der etatmäßige Mittelblock auszufallen, weil Esther Meyfarth grippegeschwächt angeschlagen war. Die Regisseurin stellte sich dennoch in den Dienst der Mannschaft, wenn auch hauptsächlich in der Deckung neben Janina Dreyer, die ihre Rolle tadellos ausfüllte.

In Eintracht: Trainer Lucky Cojocar und Nele Bittdorf haben mit Fritzlar in Köln den höchsten Saisonsieg gefeiert.© Pressebilder Hahn

„Wir mussten den Kampf annehmen“, erklärte SVG-Coach Lucky Cojocar, dessen Team viel Widerstand zu brechen hatte. Köln legte eine 3:0-Führung vor (5.). Fritzlar hatte zu Beginn mit drei Pfostenwürfen Pech. In erster Linie war es allein Melina Horn, der im gesamten Spiel gleich viermal der Pfosten im Weg stand.

Wegweisend war dann eine frühe taktische Änderung. Cojocar wich vom 6:0-System um und baute ab der fünften Minute auf eine 5:1-Deckung mit der Vorgezogenen Luisa Krüger. „Luisa hat ein Bombenspiel in der Abwehr gemacht“, lobte der Coach die 17-Jährige, die ab der 20. Minute auch an den Kreis ging und Räume schaffte für ihre Kolleginnen. Mit zwei verwandelten Siebenmetern von Bibiana Huck und einem Treffer von Xenia Ahrend, die klug für Meyfarth Regie führte, glich der SVG zum 3:3 aus (12.).

Der Express nahm schnell Fahrt auf. Und das in Eintracht, weil sich die eingewechselten Maria Kiwa und Nele Bittdorf (sogar im Rückraum) nahtlos einfügten. Beide trafen doppelt, was für die 18-jährige Bittdorf den ersten Doppelpack im Damenbereich bedeutete. Über 6:4 (19., Ahrend), 9:6 (25., Ahrend) und 15:11 (42., Bittdorf) setzte sich Fritzlar kontinuierlich ab. Am Ende wurde es gestützt auf die starke Torfrau Vanessa Maier sogar ein Schützenfest, „weil wir endlich mal kein Pardon gezeigt und gnadenlos durchgezogen haben.“ (Cojocar)

SVG: Maier, Gürbig, Dietrich, Bittdorf 2, Huck 9/4, Ahrend 5, Puntschuh, Horn 3, Meyfarth 3, Dreyer 1, Kiwa 2, Krüger.

SR: Kassing/Wulf. Zuschauer: 150.

Siebenmeter: 2/1:4/4. Zeitstrafen: 6:6-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn

SV Germania Fritzlar nach Köln zum Domstadt-Duell

Köln/Fritzlar. Das hat den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar gutgetan. Der souveräne 31:27-Erfolg gegen die HSG Blomberg-Lippe II. Und damit im dritten Anlauf endlich der erste Sieg gegen eine Bundesliga-Reserve.

Ex-Kirchhoferin: Julie Bärthel spielt mit Köln gegen Fritzlar© Richard Kasiewicz

Nun gilt es für die heimischen Domstädterinnen in der 3. Liga West mit neuem Selbstvertrauen in der Partie beim 1. FC Köln (Sa. 19.30 Uhr). „Es liegt allein an uns, wer das Spiel gewinnt“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Eine Ansage mit Blick auf das erfahrene eigene Team, in dem die (wenigen) jungen Kräfte vermehrt in den Fokus rücken. Luisa Krüger etwa, die erst 17-jährige Kreisläuferin, der dank ihrer starken Vorstellung über 42 Minuten gegen Blomberg-Lippe nun konstant Spielanteile winken.

Ahrend könnte das Spiel leiten

Und auch „BamBam“ steht hoch in der Gunst des Trainers. Das ist der Spitzname von Fritzlars vielseitigster Spielerin: Xenia Ahrend. Die 23-Jährige könnte in der rheinischen Domstadt als Spielmacherin beginnen. Denn Regisseurin Esther Meyfarth ist grippegeschwächt und droht neben Anna Holeczy (Handbruch) auszufallen.

„Wir müssen das Spiel über die erste und zweite Welle forcieren und viel mit Kreuzungen arbeiten“, gibt Cojocar die Marschroute gegen den letztjährigen Vize-Meister vor. Denn Köln verfügt über eine robuste 6:0-Abwehr mit der Ex-Leverkusenerin Lisa Schmidt und Kreisläuferin Hanna Wagner im Mittelblock. Dahinter freut sich Torfrau Julie Bärthel auf das Wiedersehen mit Vilte Duknauskaite und Lena Dietrich, mit denen sie in ihrer Zeit bei der SG 09 Kirchhof (2011 bis 2013) zusammenspielte.

„Fritzlar ist klar der Favorit. Da erwartet keiner einen Sieg von uns“, gibt sich die 25-Jährige bescheiden, die im Sommer von Viertligist Fortuna Köln zum benachbarten FC wechselte. Das liegt daran, dass ihr neues Team zwei schwerwiegende Ausfälle auf Halblinks hat. Top-Torjägerin Vanessa Idelberger und Julia Schmumacher (beide Knie-OP) fehlen schmerzlich. „Wir müssen versuchen, das als Team aufzufangen“, betont Bärthel, deren Torhüter-Kollegin Sabrina Kochs zudem angeschlagen ist.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Richard Kasiewicz

SV Germania Fritzlar II ist gegen Nieder-Roden nur Außenseiter

Fritzlar. Hohe Hürde für die Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II. Der Neuling empfängt mit der HSG Rodgau Nieder-Roden (So. 16.30 Uhr, KHS-Sporthalle) den Meisterschaftsfavoriten.

Paula Bachmann© Pressebilder Hahn

„Sie gehen ein hohes Tempo, stellen eine starke 6:0-Deckung und sind körperlich präsent“, warnt SVG-Coach Gunnar Kliesch vor dem Tabellendritten. Vor allem der Rückraum mit Linkshänderin Viktoria Ebert (64 Tore), der zweitliga-erfahrenen Jana Hessler (42) sowie der Halblinken Pia Magnago (14) ist top besetzt. Dazu kommt mit Neuzugang Melda Portakal (29) auf Rechtsaußen und Linksaußen Anna Bretz (29) eine torgefährliche Flügelzange. In der Summe ein Angriff der Extraklasse, der im Schnitt 35 Tore pro Partie erzielt.

„Aus der zweiten Welle ist Nieder-Roden extrem stark. Wir müssen sie in den Positionsangriff zwingen, wo sie deutlich besser zu verteidigen sind“, sagt Kliesch. Nicht einfacher wird die Aufgabe dadurch, dass sich bei den Domstädterinnen die Personalsituation verschärft hat. Neben der Langzeitverletzten Jana Hoppe (Knie) fallen auch Maike Naumann, Alina Küster, Lena Alter und Nina Albus aus.

Ihre Chance bekommen daher die SVG-Talente, die schon gegen Kriftel am vergangenen Wochenende einen positiven Eindruck hinterließen. Etwa Hannah Grothnes, Paula Bachmann oder Anamaria Puda. „Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht“, lobt Kliesch.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn

Fritzlar lässt Chancen liegen und verliert mit 20:25 in Kriftel

Kriftel. Am Ende fehlten die Kräfte: Mit nur sieben einsatzfähigen Feldspielerinnen reiste der SV Germania Fritzlar II zur TuS Kriftel und musste sich mit 25:20 (15:12) geschlagen geben.

Johanna Fischer© Pressebilder Hahn

Mitte der ersten Halbzeit stellte SVG-Coach Gunnar Kliesch seine Verteidigung um. Von der 6:0-Abwehr wechselten Johanna Fischer und Co. zu einer offensiven 5:1-Deckungsvariante und kamen besser ins Spiel. So kämpfte sich die Domstädterinnen von 4:8 (12. Minute) wieder auf 9:11 (23.) ran. Die eigene Chancenverwertung verhinderte jedoch eine erfolgreiche Aufholjagd.

„Wir sind heute an uns selbst gescheitert, wir haben zu viele Chancen liegen gelassen“, ärgert sich der Firzlarer Trainer. Denn: Immer wieder erarbeitete sich seine Mannschaft Ballgewinne über die offensive Deckung, doch Merle Bücker (5 Tore) und Hannah Grothnes (3) scheiterten im Konter zu oft an der starken Clara Frühauf im Krifteler Kasten. So erspielten sich die Gastgeberinnen bis zur Halbzeit wieder einen Drei-Tore- Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel hatte Fritzlar große Schwierigkeiten, zurück in die Partie zu finden. So setzten sich die Südhessinnen auf 18:13 (39.) ab. Doch das Kliesch-Team steckte nicht auf, kämpfte verbissen und verkürzte auf zwei Tore (20:18). Dann schwanden allerdings die Kräfte. In den letzten zehn Minuten gelangen den Gästen nur noch zwei Tore und Kriftel feierte einen ungefährdeten Sieg. Dennoch zeigte sich der SVG-Trainer zufrieden ob der gezeigten Leistung: „Für diese Personallage war das eine starke Leistung. Wir hatten zwischenzeitlich vier Spielerinnen unter 19 auf dem Feld.“(mm)

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Hahn

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