Folgenschwerer Einbruch: SVG-Reserve verliert nach 13:9-Pausenführung mit 22:23

Fritzlar – Oberliga-Aufsteiger Germania Fritzlar II muss einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Gegen die HSG Wettenberg unterlag das Team von Trainer Gunnar Kliesch trotz einer 13:9-Pausenführung in eigener Halle mit 23:24.

Nimmt Maß: die Fritzlarerin Merle Bücker (vorn), die hier Katharina Till (HSG) überläuft. © Pressebilder Hahn

Dabei hatte die Germania so gut begonnen. „Unsere Abwehr war stabil, im Angriff hatten wir ein gutes Tempo und haben unsere Spielzüge diszipliniert ausgespielt“, sagte Kliesch. Über 6:6 (18.) und 9:7 (24.) hatten sich die Domstädterinnen so bis zur Pause einen komfortablen Vorsprung herausgespielt.

Nach der Pause aber lief beim Gastgeber nur noch wenig zusammen. „Wir sind komplett eingebrochen“, ärgerte sich Kliesch. Beim 17:17 (43.) durch Svenja Pohl hatte Wettenberg erstmals ausgeglichen. Im Angriff war nun Spielmacherin Hannah Grothnes auf sich allein gestellt, während ihre Mitspielerin zu zögerlich agierten. Dazu agierte die Germania nun völlig verunsichert und lud den Gegner durch technische Fehler zu einfachen Toren ein. Das Torhütergespann Luisa Fischmann/Nina Suchy blieb zumeist auf sich alleingestellt.

Dennoch blieb die Partie lange offen. Nadine Franks Treffer zum 20:19 (48.) markierte allerdings die letzte Führung der Germania. Die Drittliga-erfahrene Linksaußen Toni Schuldt und Rena Münch brachten Wettenberg beim 21:20 (50.) in Führung. Bis zum 23:23 durch Maxie Hauschild (57.) blieb die Partie offen. Doch nach einer Zeitstrafe gegen Frank zeigte Schuldt vom Punkt keine Nerven und erzielte mit ihrem achten Treffer den 24:23-Endstand.

Die Germania hat nun zwei Wochen Zeit, die Niederlage zu verarbeiten, bevor am 9. März das Derby gegen Böddiger lockt. „Da müssen wir definitiv eine andere Einstellung zeigen“, fordert SVG-Coach Kliesch, dessen Team nun schon vier Punkte Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz hat.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn