Fritzlar muss nach 25:28-Heimniederlage im Verfolgerduell Aufstiegshoffnungen wohl begraben

Fritzlar – Damit dürfte der Aufstieg für die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar endgültig kein Thema mehr sein. Mit 25:28 (15:13) unterlag das Team von Trainer Cojocar der Bundesliga-Reserve von Borussia Dortmund und kassierte damit zugleich die erste Heimpleite der Saison.

Dabei bestimmte die Germania lange die Partie. Bis zum 4:4 (9.) war es ausgeglichen, dann setzte sich Fritzlar ab, wobei auch die für Lea Gürbig ins Tor gerückte Vanessa Maier sich gleich gut einfügte. Über 8:5 (12.) und 13:9 (25.) hatten die Domstädterinnen das Geschehen bis zu Melina Horns Treffer zum 21:17 (39.) im Griff. Danach aber verzagte der SVG-Angriff. Nur noch vier Treffer gelangen den Domstädterinnen – zu wenig, um den BVB zu bezwingen.

Das Tor im Blick: Fritzlars Linkshänderin Melina Horn (am Ball) steigt hoch und erzielt einen ihrer vier Treffer. Dortmunds Jana Willing (rechts) ist machtlos. © Pressebilder Hahn

„Wir hatten die richtige Idee“, freute sich Dortmunds Trainer Tobias Fenske. Und das war die Umstellung auf eine defensive 6:0-Formation, die der Germania das Leben schwer machte. Hatte Fritzlar das Spiel zuvor breit gemacht und von allen Positionen Torgefahr ausgestrahlt, lief sich die SVG-Offensive nun zu oft fest. „Da hat gar nix mehr funktioniert“, ärgerte sich Spielmacherin Esther Meyfarth.

„Wir haben den Gegner wieder aufgebaut“, fand auch SVG-Coach Cojocar. Und dies vor allem durch einfache Ballverluste, die die Gäste über die erste und zweite Welle konsequent bestraften. Zudem ließ auch die 6:0-Deckung der Gastgeberinnen nach. „Wir haben in der Abwehr nicht mehr konsequent zugemacht“, bemängelte Meyfarth.

Unzulänglichkeiten, die die Fenske-Sieben nutzte. Vor allem Spielmacherin Hannah Kriese, die in der ersten Halbzeit noch weitgehend abgemeldet war, hatte nun viel Platz für Einzelaktionen. Beim 22:23 (50.) gelang der Regisseurin der Anschlusstreffer. Und Mariel Wulfs Tor zum 23:23 per Strafwurf bereitete sie durch ein starkes Eins-gegen-Eins vor.

Überhaupt kein Mittel aber fanden die Gastgeberinnen gegen die Distanzwürfe von Junioren-Nationalspielerin Wulf. „Diese Momente haben uns in der ersten Halbzeit gefehlt. Aber solche Dinger brauchst du, wenn man so ein Spiel gewinnen will“, freute sich BVB-Coach Fenske. Mit ihrem zehnten Treffer sorgte die Halblinke trotz Bedrängnis und Zeitspiel beim 27:25 (59.) für die Entscheidung. Bibiana Huck traf im Gegenzug nur die Latte, während Dortmunds Rechtsaußen Julie Hafner mit dem Tor zum 28:25-Endstand alles klar machte.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn