Holeczy mit Top-Quote beim 27:23 des SV Germania Fritzlar

Bonn. Der Anfang ist gemacht: Mit 27:23 (12:12) haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar die Hürde TSV Bonn genommen und ihr erstes Saisonspiel in der 3. Liga West gewonnen.

Starke Vorstellung: Anna Holeczy traf sechs Mal bei sechs Versuchen.© Pressebilder Hahn

„Die Mädels haben ganz ruhig gespielt und taktisch die Vorgaben erfüllt. Nur in der ersten Halbzeit waren es ein paar technische Fehler zu viel“, sagte SVG-Abteilungsleiter Steffen Schmude. Diese kleinen Unkonzentriertheiten verhinderten, dass das Spiel früher entschieden wurde. Denn mit Vanessa Maier, die 16 von 36 Würfen parierte, hatten die Gäste die überragende Torfrau auf der Platte. Auch die 6:0-Deckung funktionierte bestens. Ein Sonderlob verdiente sich hier Vilte Duknauskaite, die 60 Minuten durchspielte und auch vier Treffer landete.

Ihr Tor zum 7:4 (13.) war gleichbedeutend mit dem größten Vorsprung im ersten Durchgang. Kurz danach kamen Xenia Ahrend (Rückraum für Melina Horn) und erstmals Neuzugang Luisa Krüger ins Spiel. Besonders Ahrend war ein belebendes Element. Mehr noch nach der Pause, als Fritzlars flexibelste Spielerin an den Kreis rückte und im Wechsel Abwehr/Angriff von Janina Dreyer vorbildlich unterstützt wurde. Eine Herkulesaufgabe, denn nach dem Seitenwechsel und Ausgleich zum 12:12 agierte Bonn in der Deckung noch offensiver. Nämlich im 4:2-System, weswegen die Germania im Angriff neue Impulse brauchte.

Außen trumpfen auf

Die Antwort hieß, die Außen zu bedienen. Ahrend, Rechtsaußen Bibiana Huck und Anna Holeczy ebneten mit drei Treffern zum 16:13 (36.) den Weg zum Sieg. Linksaußen Holeczy war für Lena Dietrich eingewechselt worden und erwies sich als Türöffner für den Auswärtssieg: Sechs Versuche, sechs Tore.

„Xenia hat gut gesperrt und ich musste dann nur die Torfrau ausgucken und die Dinger reinhauen“, frohlockte „Holly“, die sich nicht erinnern konnte, wann sie zuletzt solch einen Sahnetag erwischt hatte. Zumal Bonn ein unbequemer Gegner war. Und Fritzlar phasenweise auf die Leistungsträgerinnen Melina Horn (Schlag auf den Daumen) und Esther Meyfarth (Verletzung am Kinn nach hartem Stoß) verzichten musste.

SVG: Maier, Gürbig – Dietrich 3, Holeczy 6, Huck 5, Ahrend 4/1, Puntschuh, Horn 3, Meyfarth 2/1, Duknauskaite 4, Dreyer, Kiwa, Krüger.

SR: Engeln/Schmitz. Zuschauer:200. Siebenmeter: 9/7:3/2. Zeitstrafen: 6:4 Minuten.

HNA Online /// Foto: Hahn