Oberliga Derby – Wiedersehen mit Grothnes Juniorteam und Fritzlar im Aufwind – starke Torhüterinnen

Melsungen/Fritzlar. Vorhang auf zum ersten Oberliga-Derby zwischen der SG 09 Kirchhof II und dem SV Germania Fritzlar II (So. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams war 2016/17 in der Landesliga. Damals behielt Kirchhof beim 32:23 in eigener Halle die Oberhand, kam in der Domstadt aber nicht über ein 26:26 hinaus.

1.Die Form: Beide Teams sind gut drauf. Das SG-Juniorteam musste sich bisher nur Drittliga-Absteiger Kriftel geschlagen geben und grüßt von der Tabellenspitze. Entsprechend selbstbewusst tritt das Team von Trainer Martin Denk auf.

Fritzlar hingegen ist nach zwei Niederlagen in Folge im Derby gegen Eintracht Böddiger (39:33) eindrucksvoll in die Erfolgsspur zurückgekehrt und könnte die SG bei einem Sieg sogar überholen.

2.Das Personal: Da das Zweitliga-Team der SG spielfrei hat, wird Paula Küllmer am Sonntag definitiv dabei sein. Ob auch die talentierte Linkshänderin Iva van der Linden wieder im Oberliga-Team aufläuft, ist offen. Verzichten muss der SG-Coach auf Spielmacherin Elisa Führ, die am Mittwoch am Knie operiert wurde. Bei der Germania fällt Jana Hoppe weiterhin aus. Die Regisseurin zog sich in der Partie gegen Oberursel einen Riss des vorderen Kreuzbandes zu. Als Alternativen stehen Theresa Werner, Hannah Grothnes und Paula Bachmann bereit.

Ein besonderes Spiel ist das Derby für Fritzlars Hannah Grothnes, die seit der C-Jugend für die SG 09 auflief und seit dieser Saison für die Germania auf Torejagd geht. „Ich bin aufgeregt, aber freue mich sehr auf die Partie“, sagt die 19-Jährige, die nach überstandenem Mittelfußbruch aber noch Zeit braucht.

3.Die Taktik: Kirchhof setzt auf eine aggressive 6:0-Formation mit Kirsten Bänfer und Lea Günther im Mittelblock, die den starken Fritzlarer Rückraum um Johanna Fischer und Maxie Hauschild stoppen sollen. Zudem muss das Zusammenspiel mit Kreisläuferin Alina Küster unterbunden werden. Im Angriff setzt Denk auf die erste Welle mit den schnellen Außen Lea Immelnkämper und Andra Lucas. „Da haben wir Fritzlar gegenüber einen kleinen Vorteil“, weiß der SG-Coach. „Kirchhof ist in der Breite stark besetzt, hat eine gute technische Ausbildung und eine hervorragende erste und zweite Welle“, warnt Kliesch.

Hinein ins Vergnügen: Sandra Kühlborn ist Dreh- und Angelpunkt im SG-Angriff. Foto: Richard Kasiewicz

4. Die Duelle: In der Defensive könnten es Bänfer oder Sandra Kühlborn mit SVG-Torjägerin Fischer zu tun bekommen. „Wir müssen sie unbedingt in den Griff kriegen“, fordert Denk. Auch, weil die Rückraumspielerin exzellent mit Kreisläuferin Alina Küster zusammenspielt.

Daneben könnten die Torhütergespanne den Unterschied ausmachen. So lobt Denk Maren Dasenbrock und Paula Küllmer: „Sie sind super drauf. Wir haben im Tor fast schon ein Luxusproblem.“ Bei den Gästen hingegen präsentierte sich Torfrau Luisa Fischmann im Derby gegen Böddiger zuletzt in bestechender Form. „Der größere Wille wird entscheiden“, glaubt SVG-Trainer Kliesch.

HNA Print /// Marcel Gläser /// Foto: Richard Kasiewicz