Rührt Fritzlars Abwehr in Oyten wieder Beton an?

Auf zum nächsten Spitzenspiel! „Abgerechnet wird am Schluss“, sagte Fritzlars Spielmacherin Xenia Ahrend nach dem Remis im vorausgegangenen Hit gegen Solingen. Und richtete den Blick bereits auf die Partie beim TV Oyten (So. 15 Uhr), wo im Titelkampf nur ein Sieg zählt.

Dort wartet auf die Germania alles andere als eine leichte Aufgabe. Denn seit dem Hinspiel am 14. Oktober in Fritzlar hat Oyten keine Partie mehr verloren. Zuletzt gab es einen 36:26-Erfolg gegen Tabellenführer Solingen. „Das war imponierend“, fand auch SVG-Coach Lazar Constantin Cojocar.

Energisch: Fritzlars Hannah Puntschuh. Kann sich die Kreisläuferin gegen Oytens Abwehr durchsetzen? © Pressebilder Hahn

Vor allem ein Trio ragt bei den Gastgebern heraus. Allen voran Regisseurin Denise Engelke. „Sie ist der Kopf, der Dreh- und Angelpunkt des Spiels“, weiß Cojocar. Daneben ist die Ex-BVBlerin Jana Kokut im linken Rückraum gesetzt. Die körperlich starke 27-Jährige kann zudem auch am Kreis eingesetzt werden, wo sie den Domstädterinnen schon im Hinspiel große Probleme bereitete.

Daneben ist auf dem rechten Flügel die bundesliga- und europacup-erfahrene Lisa Bormann-Rajes (früher Blomberg-Lippe) gesetzt. „Wir müssen uns darauf einstellen und bereiten im Training ein zweites Abwehrsystem vor“, kündigt der Fritzlarer Trainer an. Gegen Solingen erzielte das Trio allein 28 der 36 Treffer des TVO.

Defensiv setzen die Niedersachsen auf eine 6:0-Formation, hinter der die Ex-Zweitliga-Spielerin Romina Kahler und die 35-fache US-Nationalspielerin Bryana Newbern ein starkes Gespann bilden.

Hannah Puntschuh und Co. wollen sich aber in Oyten nicht allein auf ihre Defensivqualitäten verlassen. Cojocar fordert in der Offensive eine Leistungssteigerung. Wobei wie gehabt alle Spielerinnen zu Einsatzzeiten kommen. Ein Vorteil, denn Oyten verfügt über einen kleinen Kader, so dass die Leistungsträgerinnen Bormann-Rajes, Kokut und Engelke meist durchspielen müssen. Gut möglich also, dass der Tabellenvierten am Schluss Probleme bekommt. Wie im Hinspiel, als die SVG einen sechs-Tore Rückstand noch drehte.

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn