Spielwiederholung wegen Phantomtor mit Auswirkungen auf die Meisterschaft

Spielwiederholung in der 3. Liga West der Frauen, die Begegnung zwischen Bayer Leverkusen II und dem SV Germania Fritzlar wurde nach einem erfolgreichen Protest der Hessinnen annulliert.

Die Partie vom zehnten Spieltag wurde bereits am 4. November ausgetragen, die Juniorelfen hatten die Partie am Ende knapp mit 27:26 (17:12) für sich entschieden. Allerdings hatten die Rheinländerinnen im ersten Durchgang von einem Phantomtor profitiert. In der 29. Spielminute sei ein Leverkusener Treffer doppelt gewertet worden – hatte es zuvor noch 14:10 gestanden, so stand anschließend ein 16:10 zu Buche.

Fristgerecht hatte Germania Fritzlar Einspruch eingelegt und beantragt das Endergebnis zu einem 26:26-Unentschieden zu korrigieren oder das Spiel neu anzusetzen. Mit der Argumentation, dass das „zu viel gegebene Tor ein justiziabler Regelverstoß sei, der im konkreten Fall auch spielentscheidend gewesen sei“, kamen die Hessinnen durch.

Auswirkungen auf Titelkampf

Auswirkungen hat das Urteil auch auf den Titelkampf in der Weststaffel, Fritzlar ist zwar weiterhin Tabellenzweiter mit einem Pluspunkt Rückstand auf den HSV Solingen-Gräfrath (23:5), hat aber nun nur noch vier statt bislang sechs Minuspunkte zu Buche stehen und damit auch die Chance auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga in der eigenen Hand. Zumal auch der Direktvergleich mit 3:1 Punkten nach einem 27:25-Auswärtserfolg und einem 20:20-Remis vor heimischer Kulisse für die Germania spricht.

Fritzlar hat nun in den kommenden beiden Wochen zwei Schlüsselspiele zu absolvieren, am Sonntag reist man zum Tabellenvierten TV Oyten (17:7), eine Woche später kommt die auf Rang 3 liegende Reserve von Borussia Dortmund (18:8) nach Hessen. Leverkusen rutschte aufgrund der Umwertung vom fünften auf den sechsten Platz zurück und liegt nun mit 13:11 Punkten zwischen der HSG Blomberg-Lippe II (14:12) und dem TV Aldekerk (13:13).

Handball-World /// chs /// Foto: Marco Wolf /// Quelle: Link