SV Germania Fritzlar feiert mühelosen Kantersieg

Fritzlar. Start-Ziel-Sieg für den SV Germania Fritzlar: Gegen Neuling BV Garrel feierten die Domstädterinnen in der 3. Handball-Liga West ein nie gefährdetes 32:19 (14:10) gegen den BV Garrel.

Und festigten mit dem dritten Erfolg in Serie den zweiten Tabellenplatz. „Unsere Abwehr stand 60 Minuten sehr solide und im Tor hatten wir ein großes Plus“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar. Vanessa Maier hatte nämlich einen Sahnetag erwischt und trieb die Gäste mit insgesamt 16 Paraden zur Verzweiflung. Nur im Angriff stockte es zu Beginn etwas.

Auch vom Punkt erfolgreich: Fritzlars Kreisläufern Luisa Krüger trifft hier per Siebenmeter zum 9:7. Da staunt Garrels Sarah Weiland (links) nicht schlecht, während Melina Horn die Szene im Hintergrund verfolgt. © Pressebilder Hahn

Immerhin: Nachdem die Germania in den vergangenen drei Spielen stets einem Rückstand hinterherrennen musste, legten die Gastgeberinnen über 2:0 (3.) und 4:2 (7.) stets eine Führung vor. Im Mittelblock harmonierten Esther Meyfarth und Janina Dreyer prächtig. Daneben verdiente sich auf halbrechts in der Deckung Luisa Krüger erneut eine gute Note. Die 17-Jährige durfte sich erstmals von Beginn an beweisen, rechtfertigte das Vertrauen mit vier blitzsauberen Treffer und holte einen Siebenmeter heraus.

Apropos Siebenmeter: Nachdem die etatmäßigen und sonst so sicheren Schützinnen Bibiana Huck (4.) und Meyfarth (18.) an Torfrau Stefanie Jandt gescheitert waren, wagte sich Krüger als Dritte an den Punkt – und traf nervenstark zum 9:7 (22.). Das war richtungsweisend, denn die Gäste hielten sich auch ohne die angeschlagene Spielertrainerin Renee Verschuren lange tapfer. Bis zum 13:10 (30.) war Garrel dran, nachdem Lisa Noack eine Harpune von Jandt veredelt hatte.

Drei entscheidende Treffer

Die folgenden drei Treffer waren dann entscheidend: Erst ging der letzte Wurf vor der Pause von Meyfarth glücklich ins Netz. Dann zeigte Krüger Klasse, setzte sich nach einem feinen Zuspiel der Regisseurin gegen den Mittelblock mit Sarah Weiland sowie Johanne Fette durch und ließ 16 Sekunden nach Wiederanpfiff das 15:10 folgen. Eine überragende Fußparade Maiers gegen Noack (33.) und ein weiteres Tor von Lena Dietrich zum 16:10 später war der Widerstand der Gäste gebrochen.

„Wir haben danach das Handballspielen eingestellt. Die Köpfe gingen runter“, haderte Verschuren. Fritzlar hatte nun sichtlich Spaß. Selbst in Unterzahl. Bei drei Zeitstrafen gegen sich gelangen dem SVG fünf Treffer. Hellwach war etwa Xenia Ahrend, die den langsamen Torwartwechsel von Jandt zu Stefanie Aumann bestrafte und zum 20:11 in den verwaisten Kasten traf (40.). Auch die Zweitjüngste im Team bekam noch ihre Chance: Nele Bittdorf, die sich auf der Mitte nahtlos einfügte und gleich dreimal erfolgreich war.

Fritzlar: Maier (16 Paraden/12 Gegentore), Gürbig (3/7) – Dreyer, Dietrich 6, Bittdorf 3, Huck 7, Ahrend 3/1, Puntschuh 1, Horn 2, Meyfarth 5/1, Kiwa 1, Krüger 4/1.

Garrel: Aumann (1/7), Jandt (5/19), Thoben-Göken (5/19) – Noack 4, Fragge 5/4, Lötgering 2, Rühling 1, Fette 1, Osterthun 1, Schulte 4, Meyer 1, Weiland.

SR: Hochstein/Wiedenmann. Zuschauer: 210.

Siebenmeter: 6/4:5/4. Zeitstrafen: 6:6-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn