SV Germania Fritzlar gegen Oldenburg II am Ende souverän

Fritzlar. Erfolgreicher Abschluss der Hinrunde: Mit einem am Ende deutlichen 27:22 (14:11) gegen den VfL Oldenburg II beendete der SV Germania Fritzlar seine erste Halbserie in der 3. Handball-Liga West und bleibt Tabellenzweiter.

Das klare Endergebnis täuschte jedoch etwas über den durchaus engen Spielverlauf hinweg. Denn das junge Gästeteam ließ sich während der gesamten Spieldauer nie wirklich abschütteln. Erst in der Schlussphase, als es der VfL zunächst mit drei Kreisläuferinnen probierte und dann auch noch Torhüterin Julia Neumann gegen eine siebte Feldspielerin eintauschte, nutzte die Heimmannschaft ihren Vorteil. Durch Tempogegenstöße der flinken Linksaußen Lena Dietrich (fünf Tore), zog der heimische Drittligist vorentscheidend davon.

Erneut ein Aktivposten: Bibiana Huck, die hier Oldenburgs Maron Schepers enteilt ist, steuerte für Germania Fritzlar acht Treffer zum 27:22 bei.© Pressebilder Hahn

Zu Beginn sah es nach einem ungefährdeten SVG-Erfolg aus: Angetrieben von Rechtsaußen Bibiana Huck, die mehrmals durch Esther Meyfarth sowie Melina Horn geschickt freigespielt wurde und in den ersten zwölf Minuten vier Treffer warf, startete die Germania souverän in die Partie.

Sodass Gäste-Coach Andreas Lampe sich bereits früh in der ersten Halbzeit gezwungen sah, Meyfarth in Manndeckung und damit in der Offensive aus dem Spiel zu nehmen. „Wir wussten um ihre Wichtigkeit in der Spielgestaltung. Unser Schachzug ist aufgegangen“, stellte Lampe zufrieden fest.

Denn fortan liefen die SVG-Angriffe nicht mehr so flüssig wie zu Beginn. Und auf der Gegenseite kam das Auswärtsteam durch Einzelaktionen der Rückraumrechten Katja Berkau oder durch Treffer nach Kreiszuspielen gegen die überzeugende SVG-Torhüterin Lea Gürbig (13 Paraden) zu einfachen Toren.

Krüger verteidigt resolut

Es reichte für die Gäste aber nur, um auf 20:19 (46.) heranzukommen. Nach der fälligen Auszeit fing sich die SVG-Defensive um die resolut verteidigende Luisa Krüger jedoch wieder. Und zwang in der Folge die Niedersächsinnen mehrfach ins Zeitspiel sowie in daraus resultierende Ballverluste. Außerdem besonders wichtig: Die eingewechselte Torfrau Vanessa Maier war mit fünf Paraden sofort zur Stelle.

„In den entscheidenden Situationen haben wir in der Defensive einen kühlen Kopf bewahrt. Das war der Schlüssel zum Sieg “, erklärte SVG-Trainer Lucky Cojocar, der am Ende nach weiteren Treffern von Janina Dreyer und sicher verwandelten Huck-Siebenmetern nicht mehr um den Erfolg zittern brauchte.

Germania Fritzlar: Gürbig (1. – 46./13 Paraden/19 Gegentore), Maier (46. – 60./5 P./3 GT.) – Dietrich 5, Bittdorf, Huck 8/3, Ahrend 3, Horn 3, Meyfarth 3, Dreyer 3, Kiwa, Krüger 2.

Oldenburg II: Kürten (1. -30./9 P./11 GT.), Neumann (30. – 60./4 P./16 GT.) – Prante, Sanders 1, Genz 2, Drewes, Rußler 2, Carstens, Steffen 3, Schilling 3, Kannegiesser 3/3, Schepers 4/1, Berkau 4, Prante.

SR: Ahlgrimm/Backwinkel. Zuschauer: 150.

Siebenmeter: 3/3:5/4. Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

HNA Online /// Fabian Seck /// Foto: Hahn