SV Germania Fritzlar hat die Meisterschaft nach 32:23 wieder im Blick

Jetzt ist es nur noch Punkt: Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben mit 32:23 (18:12) bei der HSG Blomberg-Lippe II gewonnen.

Da Spitzenreiter HSV Solingen-Gräftrath bei Bayer Leverkusen II mit 20:29 patzte, können die Domstädterinnen wieder auf die Meisterschaft in der 3. Liga West hoffen. Allerdings hat der HSV das eindeutig leichtere Restprogramm und muss lediglich noch gegen vier der letzten Fünf der Tabelle antreten. Ehe es für den Zweiten Fritzlar am 7. April gegen den 1. FC Köln weitergeht, hatte die Germania in Blomberg 48 Minuten lang alles im Griff.

Zwei Stützen beim 32:23: Fritzlars Bibiana Huck (links) und Luisa Krüger. © Pressebilder Hahn

Bis zur Pause brillierte das Team von Trainer Lucky Cojocar. „Wir haben den Gegner an die Wand gespielt“, frohlockte der Handball-Lehrer. Cojocar wechselte im ersten Durchgang munter durch, nachdem ein Traumstart zum 7:1 angetrieben von der überragenden Außen Bibiana Huck gelungen war (10.).

Xenia Ahrend zeigte sich ebenso torhungrig und Top-Talent Luisa Krüger sprang ungewohnt auf der Mitte bei einer Manndeckung gegen Spielmacherin Esther Meyfarth in die Bresche. Zudem hatte Abwehrspezialistin Janina Dreyer gute Szenen und bewies Zug zum Tor. Bis zum 18:11 nach einem verwandelten Siebenmeter von Huck (30.) lief alles nach Plan. Doch ein Treffer der agilen Cara Reiche kurz vor dem Seitenwechsel gab der HSG II neuen Mut.

Zwölf Minuten ging nichts

Nur zwölf Minuten brauchte das Team von Trainer Björn Piontek, um zum 20:20 auszugleichen (42.). „Wir waren stets einen Schritt zu spät“, haderte Cojocar mit dieser Phase. Doch Fritzlar fing sich schnell wieder. Nun mit Vanessa Maier im Tor. Ausgerechnet Nele Bittdorf und der spielmachenden Kreisläuferin Krüger, also den beiden jüngsten im Kader, sorgten für eine 22:20-Führung (43.). Dreyer kassierte zwar wenig später eine Zeitstrafe, doch das machte gar nichts. Maier parierte einen Siebenmeter von Emma Ruwe, was Huck und Ahrend mit zwei Treffern in Unterzahl zum 24:20 veredelten.

Der Rest war ein Schaulaufen der Domstädterinnen, die in den letzten 19 Minuten lediglich noch drei Tore zuließen. Die HSG, deren Vorzeige-Talente Munia Smits, Ndidi Agwunedu und Nele Franz zeitgleich mit dem Bundesliga-Team nur 26:30 beim Thüringer HC unterlagen, hatte nichts mehr zuzusetzen. Die spielfreie Zeit bis zum 7. April möchte Coach Cojocar nutzen, um noch etwas Kondition zu bolzen. Damit das Team da ist, falls der HSV noch einmal schwächelt.

Fritzlar: Maier, Gürbig, Dietrich 1, Bittdorf 1, Huck 11/5, Ahrend 7, Puntschuh 3, Lorenz, Meyfarth 1, Duknauskaite, Dreyer 3, Kiwa 1, Krüger 4/1.

SR: Blunck/Meczeyzik. Zuschauer: 90.

Siebenmeter: 3/2:8/6. Zeitstrafen: 0:4-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn