SV Germania Fritzlar II landet 24:22-Coup gegen Kriftel im Abstiegskampf

Fritzlar – Der Coup ist geglückt: Die Oberliga-Handballerinen des SV Germania Fritzlar II besiegten den Tabellendritten TuS Kriftel mit 24:22 (15:12) und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz.

„Das war taktisch eine ganz starke Leistung“, lobte SVG-Coach Gunnar Kliesch seine Mannschaft. Vor allem das Zusammenspiel zwischen der Abwehr und den Torhütern funktionierte ausgezeichnet und sowohl Luisa Fischmann als auch Nina Suchy wussten zwischen den Pfosten zu überzeugen. Besonders Suchy war in der entscheidenden Phase mehrmals zur Stelle und mit über 50 Prozent gehaltenen Bällen einer der Sieggaranten.

Im Anflug: Fritzlars Theresa Werner steuerte zwei Treffer zum wichtigen Heimsieg bei. © Pressebilder Hahn

Von Beginn an fanden die Domstädterinnen gut in die Begegnung und konnten sich auf 3:1 (5. Minute) absetzen. Luisa Krüger, die aus der ersten Mannschaft aushalf, führte auf der Rückraummitte-Position klug Regie und Hannah Grothnes fand von der Halben immer wieder Nina Albus auf Rechtsaußen offen. „Kriftels versetzte 5:1-Deckung ist sehr unangenehm zu bespielen, aber wir waren super diszipliniert“, lobte Kliesch das Offensivspiel.

Dann hatte Fritzlar 6:0-Deckung jedoch einige Probleme mit Kriftels gut getimten Kreisanspielen. Mehrfach entwischte Kreisläuferin Isabel Göbel dem Innenblock mit Nadine Frank und Krüger und glich in der zehnten Minute zum 5:5 aus. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis zum 12:12 (28.) blieb es ausgeglichen. Aber zwei Treffer von Theresa Werner so wie ein Gegenstoß von Krüger kurz vor Abpfiff brachten Fritzlar die 15:12-Halbzeitführung.

Nach Wiederanpfiff lief für die SVG allerdings zehn Minuten nichts mehr zusammen und Kriftel drehte die Partie. Spielmacherin Jana Lorenz stellte auf 17:16. Das Kliesch-Team kam durch Sarah Oschmann und Merle Bücker jedoch postwendend zurück (18:17, 43.) und erhöhte angeführt von der treffsicheren Merle Bücker weiter auf 21:18 (52.). Diesen Vorsprung brachte Fritzlar über die Zeit.

HNA Online /// MM /// Foto: Hahn