SV Germania Fritzlar II patzt bei Schlusslicht

Sulzbach. Das ist bitter: Mit 31:39 (19:21) unterlag die Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar beim Tabellenletzten HSG Sulzbach/Leidersbach.

Nina Albus© Richard Kasiewicz

Für den Ex-Bundesligisten war dies der erste Saisonsieg in der Handball-Oberliga. Dabei fanden die Domstädterinnen eigentlich gut in die Partie und führten nach neun Minuten mit 6:2. Auch in der Folge blieb Fritzlar spielbestimmend. Allerdings schlichen sich immer mehr Fehler in das SVG-Spiel. So blieben die Gastgeberinnen stets in Schlagdistanz und glichen in der 26. Minute durch HSG-Spielmacherin Lea Schwarzkopf (17:17) erstmals wieder aus. In der Folge ging Sulzbach sogar in Führung und nahm einen Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Kabine.

Die Pause nutzte vor allem das Team von SVG-Trainer Gunnar Kliesch. „Die Stimmung in der Halbzeit war gut und wir sind top-motiviert in den zweiten Durchlauf gegangen“, erklärte der Coach. Besonders Rechtsaußen Nina Albus war gut aufgelegt und glich die Partie mit zwei ihrer insgesamt elf Tore postwenden aus (21:21). Dann schlich sich jedoch erneut der Fehlerteufel in das Spiel von Theresa Werner und Co.

Leichtfertige Ballverluste

„Wir sind an uns selbst gescheitert und haben Sulzbach mit unseren Fehlern stark gemacht“, ärgerte sich Kliesch. Immer wieder gab das Team um Spielmacherin Jana Hoppe den Ball mit schlechten Anspielen und überhasteten Abschlüssen leichtfertig aus der Hand. Das wusste besonders Sulzbachs Rückraumspielerin Maja Draca zu nutzen, die elf mal erfolgreich war.

So setzte sich das bislang sieglose Schlusslicht von 22:22 (33.) über 28:22 (41.) weiter ab. Beim 34:25 zehn Minuten vor dem Ende war das Kellerduell entschieden. Durch die Niederlage überwintert Fritzlar auf einem Abstiegsplatz.

Fritzlar: Fischmann, Suchy; Hauschild 5, Küster 6, Grothnes 1, Albus 11/4, Bachmann 1, Hoppe 4, Werner, Bücker 3.

HNA Online /// Moritz Minhöfer /// Foto: Richard Kasiewicz