SV Germania Fritzlar in Netphen treffsicher wie nie in dieser Saison

So treffsicher waren sie in dieser Saison noch nicht: Mit 33:21 (16:11) haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar beim TVE Netphen gewonnen.

Durch den zweiten Auswärtssieg in Serie untermauerten die Domstädterinnen den zweiten Platz in der 3. Liga West. „Dieser hohe Sieg tut uns gut, weil wir bedingt durch die vielen kranken und angeschlagenen Spielerinnen nur sehr dosiert trainieren können und improvisieren müssen. Wir haben die richtigen Lehren aus dem Hinspiel gezogen“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar. Im Vergleich zum Remis in Fritzlar wusste seine Mannschaft 50 Minuten voll zu überzeugen und lag lediglich einmal zurück. Beim 2:3 durch Elena Sturm (11.), nachdem die Gäste etwas zu pomadig agiert hatten und ihnen zu Beginn nur zwei Treffer gelungen waren.

Durchgetankt: So wie hier gegen Bonn setzte sich Fritzlars Maria Kiwa (am Ball) in Netphen in Szene. © Pressebilder Hahn

Das holten die Domstädterinnen schnell nach. Angetrieben von der wieder genesenen Regisseurin Esther Meyfarth sammelte besonders Maria Kiwa weiter Pluspunkte. Die 23-Jährige toppte ihre starke Vorstellung vom 27:26 in Leverkusen und hat in diesen zwei Partien mit insgesamt 15 Toren fast so häufig getroffen wie zuvor in 15 Spielen (20). „Maria war bissig in der Abwehr, hat per Schlagwurf über den falschen Fuß und mutig durch die Lücken getroffen. So zahlt sie das Vertrauen eindrucksvoll zurück“, lobte Cojocar die Nummer 28, die bis auf Weiteres die verletzte Melina Horn auf Halbrechts ersetzt.

Fritzlar findet Lösungen

Kiwa krönte den 5:0-Lauf Fritzlars zum 7:3 (18.), womit die Gäste den Grundstein zum souveränen Sieg legten. Ein Pfund war ebenso Torfrau Lea Gürbig, bei der ihr Trainer 14 Paraden notierte. Somit konnte Partnerin Vanessa Maier ebenso wie Hannah Puntschuh geschont werden. Netphen stellte mehrfach um, doch Fritzlar hatte immer die passende Antwort.

Als der TVE mit zwei Kreisläuferinnen angriff, verteidigte Fritzlar sicher. Der Versuch mit einer siebten Feldspielerin hatte das 16:11 durch Kiwas Treffer ins leere Tor zur Folge. Auch die Umstellung von einer offensiven auf eine 6:0-Abwehr beendete nicht den Sturmlauf der Domstädterinnen vornehmlich über die zweite Welle. Bis dahin hatte etwa Kreisläuferin Luisa Krüger kluge Lösungen gefunden.

Fritzlar: Maier, Gürbig (14 Paraden/21 Gegentore), Dietrich, Holeczy 2, Huck 6/4, Ahrend 4, Lorenz 1, Meyfarth 4, Duknauskaite 3, Dreyer 1, Kiwa 8, Krüger 4.

SR: Hochstein/Wiedenmann. Zuschauer: 152.

Siebenmeter: 4/4:4/4. Zeitstrafen: 8:4-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn