SV Germania Fritzlar peilt mit Sieg zum Abschluss den dritten Platz an

In guter Form: Maria Kiwa drängt sich in Fritzlar auf und peilt mit ihrem Team zwei Punkte gegen Birkenau an. © Hahn

Fritzlar. Das Saisonziel ist greifbar nahe: Mit einem Sieg über den TSV Birkenau können die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar die Saison in der 3. Liga Ost als Dritter abschließen (Sa. 17 Uhr, Sporthalle König-Heinrich-Schule).

„Alles andere als zwei Punkte kommt nicht in Frage“, stellt Lucky Cojocar fest. Fritzlars Trainer nimmt sein Team ebenso wie vor einer Woche gegen die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim in die Pflicht. Da gelang es der Germania, sich für eine Hinspielniederlage zu revanchieren. Während das 20:22 gegen Mainz-Bretzenheim noch verzeihbar war, so war das 21:24 in Birkenau der Tiefpunkt in dieser Runde.

Ein hausgemachter sogar, denn Ex-Trainerin Viktoria Marquardt hatte das Team coachen müssen, obwohl ihre Entlassung zur Winterpause schon zehn Tage beschlossene Sache war. Zwei unverhoffte Punkte, die ihren Teil zum vorzeitigen Klassenerhalt des TSV beitrugen. Kein Grund für Cojocar, sich zu sehr mit dem Gegner zu beschäftigen. +

„Wir schauen nur auf uns und müssen da weitermachen, wo wir letzte Woche beim Sieg in Mainz aufgehört haben“, betont der Rumäne. Und meint damit eine bärenstarke Teamleistung als Trotzreaktion auf die Personalsituation. Denn nach Kreisläuferin Lorena Lorenz (Schwangerschaft), Torhüterin Vanessa Maier (Nabelbruch) fehlt nun auch Außen Anna Holeczy (doppelter Bänderanriss), so dass der Kader auf zehn Spielerinnen reduziert daherkommt.

Das ist eine Chance gleichwohl für diejenigen, die bislang vergleichsweise wenig Spielanteile hatten. Ein Sonderlob verdiente sich in Mainz Torhüterin Lea Gürbig, die das Vertrauen Cojocars zurückzahlt: „Das war excellent. Leas Entwicklung ist phänomenal und das Zusammenspiel mit der Abwehr klappt immer besser“, betont der Sportliche Leiter Steffen Schmude.

Ein zweiter Neuzugang kommt im Schlussspurt der Saison richtig in der 3. Liga an. Maria Kiwa nämlich, die auf halblinks in Mainz nicht nur mit zwei Toren erfolgreich war und sich selbstbewusst auch einen Siebenmeter schnappte. „Maria hat meine Erwartungen übertroffen“, lobt Cojocar. Ein Signal nebenbei für die kommende Saison, wenn der neue Trainer nach einer sechswöchigen Sommerpause richtig mit seiner Arbeit beginnen kann. Aber noch gilt es, die aktuelle Vorgabe als Dritter zu erfüllen.

Sebastian Schmidt // 20.04.2018 // hna.de // Foto: Hahn