SV Germania Fritzlar vor hoher Hürde Markranstädt

Auf ins nächste Verfolgerduell: Nach dem 27:27 gegen Eddersheim sind die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar am Samstag bei Tabellennachbar SC Markranstädt gefordert (19 Uhr, Sportcenter Markranstädt), der nur einen Punkt hinter den drittplatzierten Domstädterinnen liegt.

Lorena Lorenz. Foto: Hahn

Lorena Lorenz. Foto: Hahn

„Markranstädt ist sehr heimstark. Das wird ein richtiges Kampfspiel“, sagt Lucky Cojocar. Fritzlars Trainer ist zum zweiten Mal in Folge allerdings nicht in der Halle. Es dürfte das letzte Mal in dieser Saison sein und ist der Tatsache geschuldet, dass der frühere rumänische Nationalspieler eigentlich erst für die kommende Runde als Nachfolger für Viktoria Marquardt vorgesehen war.

Mit seiner Vertreterin ist Cojocar voll zufrieden. „Lollo hat das gegen Eddersheim super gemacht. Wir tauschen uns regelmäßig aus, so dass sie die Mädels auch gegen Markranstädt super einstellen wird“, sagt der Trainer, der Lorena „Lollo“ Lorenz zuvor in Kleenheim coachte. Nun müssen er und die 30-Jährige, die nächste Saison in der Rückrunde wieder angreifen möchte, erneut improvisieren. Im Tor ist Lea Gürbig auf sich allein gestellt, weil Vanessa Maier weiterhin erkrankt passen muss. Ein Schicksal, dass auch Esther Meyfarth droht. Die Spielmacherin fehlte zuletzt grippegeschwächt im Training. Erst am Samstag wird sich entscheiden, ob sie eingesetzt werden kann. Dritte im Bunde ist Rückraumspielerin Maria Kiwa, die sich ebenfalls mit einer Erkältung plagt. Immerhin: Kreisläuferin Hannah Puntschuh, die gegen Eddersheim einen Schlag ins Gesicht bekam, ist fit.

„Als Mannschaft lösen wir diese Probleme sehr gut. Jetzt ist Bewegung angesagt“, erklärt Cojocar mit Blick auf den Vergleich mit den Piranhas, wie das Team aus der Kleinstadt im Landkreis Leipzig genannt wird. Die Außen sollen immer wieder zur Mitte ziehen, zudem sind Einzelaktionen – etwa von Xenia Ahrend – gefragt. Gegen eine Torfrau, die bundesliga-erfahren ist. Denn Patrycja Mikszto spielte zuvor für Halle-Neustadt und Koblenz/Weibern. Vor der Polin verteidigt der SCM offensiv und variabel. Und hat im Verlaufe der Saison unter Trainer Torsten Löther an Fahrt aufgenommen. Nach dem 25:26 im Hinspiel gewann Markranstädt neun von elf Spielen – und ist somit ein Gegner auf Augenhöhe. (sbs)

Sebastian Schmidt // 22.03.2018 // hna.de // Foto: Hahn/nh