SVG Fritzlar verliert auch in Leverkusen knapp

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar werden mit der West-Staffel nicht warm. Die Domstädterinnen kassierten bei Bayer Leverkusen II eine 26:27 (12:17)-Niederlage.

Janina Dreyer © Pressebilder Hahn

Auch im sechsten Saisonspiel gelang es Fritzlar nicht, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Mehr noch: Zum vierten Mal in Serie stotterte der Germania-Express fast 30 Minuten lang, sodass es erneut einen deutlichen Rückstand zur Pause setzte.

„Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu passiv. Die Leverkusenerinnen konnten ein hohes Tempo gehen“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar. Besonders die erst 16-jährige Sophia Cormann, die starke Eins-gegen-Eins-Aktionen bot, und die Halblinke Aimee von Pereira trumpften im Rückraum auf. Über 5:2 (10.) und 10:5 (20.) enteilten die Gastgeberinnen auf 17:11 (30.).

Mit Wut im Bauch verkürzte Esther Meyfarth vor der Pause auf 17:12 und läutete damit eine Leistungssteigerung ihres Teams ein. Geschuldet einiger Umstellungen. So rückte Meyfarth auf Halblinks und Xenia Ahrend sowie Janina Dreyer versuchten sich durchaus erfolgreich in der Spielmacherrolle. Daneben steigerten sich besonders Kapitänin Melina Horn und Außen Lena Dietrich. „Der Ball lief sauber und die Kombinationen waren gut. Das müssen wir für die nächsten Spiele mitnehmen“, sagte Cojocar.

Gürbig stark im Tor

Seine Mannschaft holte auf. Auch, weil Lea Gürbig ein sicherer Rückhalt war. Allein drei Siebenmeter von Jule Polsz parierte die Torfrau. Allerdings war’s eine Aufholjagd mit Anlauf, nicht im Express-Tempo. Dem 20:17 (40., Hannah Puntschuh) ließ Bayer durch die überragende Cormann (2) und Polsz drei Treffer in 120 Sekunden folgen.

Erstmals dran war Fritzlar beim 23:22 durch Horn (49.), der eine packende Schlussphase einläutete. Ein Spiel, in dem nun alles drin war, weil der SVG mit zwei Kreisläuferinnen Platz schaffte für Meyfarth. Mit einem Doppelschlag von Bibiana Huck und Anna Holeczy glichen die Gäste zum 26:26 aus (60.). Doch Leverkusen hatte noch einen Angriff. Einen Schlagwurf. Ein Tor, das entscheidende, das Mareike Thomaier gelang. Und die Germania ins Mark traf.

SVG: Maier (30. bis 43.), Gürbig (1.-30., ab 43.) – Dietrich 5, Holeczy 1, Bittdorf, Huck 5/3, Ahrend 1, Puntschuh 3, Horn 4, Meyfarth 4, Duknauskaite, Dreyer 1, Kiwa, Krüger 2.

Siebenmeter: 5/2:3/3. Zeitstrafen: 6:6-Minuten.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn