TSV Eintracht Böddiger feiert Derbysieg im Kellerduell

„Derbysieger, Derbysieger“: Die Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger tanzten ausgelassen auf dem Parkett der Felsberger Stadtsporthalle, während die Spielerinnen des SV Germania Fritzlar II enttäuscht zurückblieben.

Die Edertalerinnen verschafften sich durch den 28:24 (14:12)-Erfolg gegen den Lokalrivalen etwas Luft im Abstiegskampf. Nach der zwölften Saisonniederlage haben die Domstädterinnen nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

Jubelkreis: Der TSV Eintracht Böddiger feierte sich nach dem 28:24 gegen den SV Germania Fritzlar II. In der Mitte sind Anne Kühlborn (Nummer 11) und Kathleen Nepolsky zu sehen. © Pressebilder Hahn

Dabei fiel die Entscheidung spät. Theresa Werner hatte beim 23:23 (55.) noch für die Germania II ausgeglichen. Doch Julia Hasper, Sabrina Weiß und Anne Kühlborn sorgten mit drei Toren beim 26:23 (58.) für Klarheit. „Wir haben im Spielaufbau zu viele technische Fehler gemacht und unsere Chancen nicht konsequent genutzt“, sagte SVG-Coach Gunnar Kliesch.

Böddiger hingegen trotzte gleich mehreren Rückschlägen. Neben Kreisläuferin Nora Minhöfer (44., dritte Zeitstrafe) war zuvor Linksaußen Kathleen Nepolsky (40.) verletzt ausgeschieden. Und in der hektischen Schlussphase verletzte sich auch noch Rückraumspielerin Anne Kühlborn am Knie. „Das hat uns noch enger zusammen rücken lassen“, sagte Fiona Eberhardt. Das Talent war nach Minhöfers Disqualifikation nicht nur am Kreis eingesprungen, sondern hatte zuvor auch schon zusammen mit Christin Schene im Mittelblock die 6:0-Abwehr der Eintracht organisiert. „Fiona hat das richtig gut gemacht“, lobte TSV-Trainerin Lena Hildebrandt.

Dabei erwischte Fritzlar den besseren Start und führte dank der gut aufgelegten Rechtsaußen Nina Albus und Nadine Frank über 4:2 (8.) mit 7:5 (15.). Dann aber steigerte sich Böddiger, wobei die SVG-Defensive vor allem mit den Übergängen von Weiß an den Kreis nicht zurechtkam. „Das hat richtig gut funktioniert“, freute sich Trainerin Hildebrandt.

Zudem fand auch Torfrau Katja Frommann immer besser ins Spiel. Und so hatten sich die Edertalerinnen beim 18:15 (36.) durch Weiß erstmals etwas abgesetzt. Weil aber Katja Zeller im SVG-Tor ihrer Gegenüber in nichts nachstand und der Eintracht im Angriff einfache Fehler unterliefen, kam die Kliesch-Sieben zurück ins Spiel. Alina Küster sorgte vom Kreis für den 22:22-Ausgleich (53.). Zu mehr reichte es aber nicht. „Wir haben immer dagegen gehalten und gekämpft. Zum Schluss hat uns die Cleverness gefehlt“, sagte Kliesch.

Böddiger: Frommann (12 Paraden/23 Gegentore), Dippel (bei einem 7 m, 0/1), Eren, Wagner 2, Hasper 1, Eberhardt 3, Kühlborn 4, Minhöfer 2, Gondermann, Schene 8/3, Weiß 5, Giese, Nepolsky 3.

Fritzlar II: Fischmann (4/12), Zeller (8/11), Suchy (0/2), Hauschild 3, Küster 2, Alter, Naumann 2, Frank 3, Grothnes 3, Albus 9/4, Bachmann, Oschmann, Werner 2, Bücker.

SR: Kaiser/Paul. Zuschauer: 120.

Siebenmeter: 3/3:4/4. Zeitstrafen: 8:6 Minuten.

Rot: Minhöfer (44.,3 Zs.).

HNA Online /// Marcel Glaser /// Foto: Hahn