Vor Spiel in Netphen: Vier Fragezeichen für Fritzlar

Da waren es nur noch sechs: Sechs Spiele haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar in der 3. Liga West noch vor sich. Sechs Chancen, den zweiten Platz zu festigen, um bereit zu sein, falls Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath schwächeln sollte. Zunächst gilt es für die Domstädterinnen beim abstiegsbedrohten TVE Netphen (Sa. 17 Uhr).

Lea Gürbig© Pressebilder Hahn

„Ich erwarte, dass wir mit breiter Brust auflaufen und zeigen, dass wir aus dem Hinspiel unsere Lektion gelernt haben“, betont SVG-Coach Lucky Cojocar. Denn beim 20:20 in Fritzlar leistete sich die Germania einen Ausrutscher. Beinahe wäre dem Team aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen sogar eine Sensation gelungen, weil Netphen mit 14:8 führte und in letzter Sekunde per Siebenmeter hätte gewinnen können. Doch Lea Gürbig parierte.

Auf die 24-Jährige kommt erneut viel Verantwortung zu. Beim 27:26 bei Bayer Leverkusen II spielte sie bis auf zwei Siebenmeter durch. Jetzt ist ungewiss, inwieweit ihre Kollegin Vanessa Maier (Mittelohrentzündung) einsatzfähig ist. Das ist eines von vier Fragezeichen. Auch die Kreisläuferinnen Hannah Puntschuh und Luisa Krüger sowie Außen Bibiana Huck sind erkrankt. Zudem fehlen Rückraumspielerin Melina Horn (Fußverletzung) und Talent Nele Bittdorf (Abiprüfungen) weiterhin. Gut für Fritzlar, dass Regisseurin Esther Meyfarth wieder fit ist und etwa die Rückraumkräfte Vilte Duknauskaite sowie Maria Kiwa aufsteigende Form haben.

„Netphen spielt lange Angriffe, deswegen müssen wir uns viel bewegen“, betont Cojocar. Der TVE hat seit dem 16. Februar (20:32 beim VfL Oldenburg II) kein Spiel bestritten und verlor zuletzt vier Partien in Folge. Mit Franziska Haupt (Knieverletzung) fehlt dem Drittletzten im Abstiegskampf die Haupttorschützin. Zu beachten sind jetzt Kreisläuferin Alisa Goos, die beiden Halben Hannah Kania (links) sowie Elena Sturm und Außen Melina Immel.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn