Zweite Chance für SV Germania Fritzlar bei Bayer Leverkusen

Ein Phantomtor macht’s möglich: Ein Treffer, der keiner war, bedingt das Wiederholungsspiel in der 3. Handball-Liga West zwischen Bayer Leverkusen II und dem SV Germania Fritzlar (So. 13 Uhr).

Erwartet eine Steigerung: Fritzlars Trainer Lucky Cojocar.© Pressebilder Hahn

Somit sind also ausgerechnet die Domstädterinnen am Wochenende sportlich im Einsatz, während die meisten Handball-Vereine frei haben, um Karneval zu feiern. Gleichwohl ist’s eine günstige Gelegenheit, um Boden gutzumachen. Mit Blick auf das 26:27 im ersten Vergleich in Leverkusen, der annulliert wurde. Und mehr noch nach 15 Tagen in denen der Germania-Express ins Stocken geriet und womöglich die Meisterschaft verspielt hat.

Denn nach sieben Siegen in Serie und insgesamt 21:3-Punkten setzte es zuletzt drei Rückschläge: Das 20:20 gegen Hauptkonkurrent HSV Solingen-Gräfrath (nach 18:14 nach 48 Minuten), das 25:28 beim TV Oyten (nach 25:25 nach 57 Minuten) und das 25:28 gegen den BVB II nach einem 23:21-Vorsprung (49.). Fünf mehr oder minder leichtfertig verschenkte Punkte, die Trainer Lucky Cojocar im mentalen Bereich ansiedelt.

SVG in Bestbesetzung

„Wir können es besser. Aber wir dürfen uns halt keine Nachlässigkeiten leisten und müssen immer cool im Kopf bleiben.“ Auch bei der annullierten Partie standen sich die Fritzlariennen lange selbst im Weg und lagen zu Beginn mit sechs Toren zurück. In Bestbesetzung erwartet Cojocar von seiner Mannschaft jetzt viel Laufarbeit. Denn die Außen Dana Gruner (links) und Jule Polsz generieren viel Gefahr über die erste Welle und gehen laut Cojocar ab wie Raketen. Im Rückraum bietet Bayer mit Mareike Thomaier, Sophia Cormann und Jennifer Kämpf drei treffsichere Top-Talente auf, die zudem variabel einsetzbar sind und neben Auslösehandlungen pfiffige Täuschungen in ihrem Repertoire haben.

„Wir müssen den Kampf wieder annehmen. Zweimal in Folge 28 Gegentore sind zu viel“, betont der SVG-Coach. Zwar ist er Leverkusen dankbar für die zweite Chance und zollt besonders Vereins-Ikone Renate Wolf Respekt, aber ein viertes siegloses Spiel in Serie mit der Germania wäre für den erfahrenen Handball-Lehrer inakzeptabel.

HNA Online /// Sebastian Schmidt /// Foto: Hahn